إِقََامَةُ البَرَاهِينِ عَلَى
حُكْمِ مَنِ اسْتَغَاثَ بِغَيرِ اللهِ
Darlegung der Beweise über
das Urteil über denjenigen, der bei jemand anderem als Allah Hilfe sucht
لِسَمَاحَةِ الشَّيْخِ العَلَّامَةِ
عَبْدِ العَزِيزِ بْنِ عَبْدِ اللهِ بْنِ بَازٍ
رَحِمَهُ اللهُ
Verfasst vom geehrten Schaykh
'Abdul-'Aziz Ibn 'Abdillah Ibn Baz
بِسْمِ اللهِ الرَّحمَنِ الرَّحِيمِ
Die zweite Niederschrift:
Das Urteil in Bezug auf den Anruf/die Hilfesuche (in Form von „Istighathah“) beim Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - bei einer Not/Krise
Alles Lob gebührt Allah, und der Segen und Frieden seien auf dem Gesandten Allahs sowie auf seiner Familie, seinen Gefährten und auf all jenen, die seiner Rechtleitung folgen.
Um fortzufahren: Die kuwaitische Zeitung „Al-Mujtama'“ veröffentlichte in ihrer Ausgabe Nr. 15 vom 19.04.1390 nach der Hijrah einige Gedichtverse unter dem Titel: „Zum Gedenken an die edle Geburt („Mawlid“) des Propheten“. Diese Verse enthielten die „Istighathah“ (also Anruf und Hilfesuche) beim Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - und das Erbitten seines Beistands, damit er der (islamischen) Gemeinschaft helfe, sie unterstütze und sie aus dem befreie, worin sie an Spaltung und Uneinigkeit geraten ist. Unterzeichnet war sie von einer (weiblichen) Person, die sich „Aminah“ nannte. Und hier ist ein Auszug aus den erwähnten Gedichtversen:
„O Gesandter Allahs, rette eine Welt… die in Krieg entfacht ist und von dessen Glut verbrannt wird.
O Gesandter Allahs, rette eine Gemeinschaft... deren Dunkelheit des Zweifels sich weit ausgedehnt hat.
O Gesandter Allahs, rette eine Gemeinschaft... deren Sicht in den Labyrinthen des Kummers verloren gegangen ist.“
Bis sie (also die Autorin) dann sagte:
„Eile den Sieg herbei, so wie Du ihn hast herbeieilen lassen… am Tag von Badr, als du den Angebeteten angerufen hast.
Da verwandelte sich Erniedrigung in einen glorreichen Sieg… denn Allah hat ja Heerscharen, die man nicht sieht.“
So hat diese Autorin ihren Aufruf und ihre Istighathah an den Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - gerichtet, bittend, dass er die Gemeinschaft durch das Herbeiführen des Sieges rette, dabei vergessend - oder unwissend -, dass der Sieg allein in der Hand Allahs liegt und nicht in der Hand des Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - oder irgendeines anderen Geschöpfs, wie Allah - gepriesen sei Er - in Seinem deutlichen Buch gesagt hat:
﴿...وَمَا النَّصْرُ إِلَّا مِنْ عِنْدِ اللَّهِ الْعَزِيزِ الْحَكِيمِ﴾
„[...] denn der Sieg kommt gewiss nur von Allah, dem Allmächtigen, dem Allweisen.“ [Al 'Imran:126] Und Er - erhaben ist Seine Majestät - sagte:
﴿إِنْ يَنْصُرْكُمُ اللَّهُ فَلَا غَالِبَ لَكُمْ وَإِنْ يَخْذُلْكُمْ فَمَنْ ذَا الَّذِي يَنْصُرُكُمْ مِنْ بَعْدِهِ...﴾
„Wenn euch Allah unterstützt, dann kann euch keiner besiegen. Doch wenn Er euch im Stich lässt, wer ist es denn, der euch dann, nach Ihm, noch unterstützen könnte?“ [Al 'Imran:160]
Diese Handlung des Anrufs und der Istighathah ist eine Zuweisung einer Form der Anbetung an andere als Allah - erhaben ist Er. Und es ist durch Quelltexte und den Konsens bereits bekannt, dass dies nicht erlaubt ist, und dass Allah - gepriesen sei Er - die Geschöpfe erschuf, damit sie Ihn (alleine) anbeten, und Er sandte die Gesandten und offenbarte die Bücher, um diese Anbetung und den Aufruf dazu klar darzulegen, wie Er - gepriesen sei Er - sagte:
﴿وَمَا خَلَقْتُ الْجِنَّ وَالْإِنْسَ إِلَّا لِيَعْبُدُونِ56﴾
„Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“ [Adh-Dhariyat:56] Und der Erhabene sagte:
﴿وَلَقَدْ بَعَثْنَا فِي كُلِّ أُمَّةٍ رَسُولًا أَنِ اعْبُدُوا اللَّهَ وَاجْتَنِبُوا الطَّاغُوتَ...﴾
„Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten entsandt (der sagte): ‚Dient Allah und meidet die falschen Götter („Taghut“).‘“ [An-Nahl:36] Und der Erhabene sagte:
﴿وَمَا أَرْسَلْنَا مِنْ قَبْلِكَ مِنْ رَسُولٍ إِلَّا نُوحِي إِلَيْهِ أَنَّهُ لَا إِلَهَ إِلَّا أَنَا فَاعْبُدُونِ 25﴾
„Und Wir haben vor dir keinen Gesandten gesandt, außer dass Wir ihm eingaben: ‚Es gibt keinen Anbetungswürdigen, außer Mir, so dient Mir!‘“ [Al-Anbiya:25] Und Er - erhaben ist Seine Majestät - sagte:
﴿الر كِتَابٌ أُحْكِمَتْ آيَاتُهُ ثُمَّ فُصِّلَتْ مِنْ لَدُنْ حَكِيمٍ خَبِيرٍ1 أَلَّا تَعْبُدُوا إِلَّا اللَّهَ إِنَّنِي لَكُمْ مِنْهُ نَذِيرٌ وَبَشِيرٌ2﴾
„Alif-Lam-Ra. (Dies ist) ein Buch, dessen Verse eindeutig (und exakt) festgefügt und hierauf ausführlich dargelegt sind von Seiten eines Allweisen und Allkundigen:
Ihr sollt keinem dienen, außer Allah! Wahrlich, ich bin euch von Ihm (aus) ein Warner und Frohbote.“ [Hud:1-2]
So hat der Erhabene in diesen eindeutigen Versen klar gemacht, dass Er die beiden Schwerlastenden (die Menschen und die Jinn) nur darum erschaffen hat, damit sie Ihm alleine dienen, Der keinen Teilhaber hat. Und Er hat verdeutlicht, dass Er die Gesandten - Segen und Frieden seien auf ihnen - gesandt hat, um zu dieser Anbetung aufzurufen und vom Gegenteil abzuhalten. Und Er - mächtig und majestätisch ist Er - hat verkündet, dass Er die Verse Seines Buches präzise und ausführlich gemacht hat, sodass niemand außer Ihm - gepriesen sei Er - angebetet wird.
Und es ist bekannt, dass Anbetung („'Ibadah“) bedeutet: Der Tauhid Allahs (also Seine Einzigkeit) und der Gehorsam Ihm gegenüber, indem man Seine Anordnungen befolgt und Seine Untersagungen meidet. Und Allah hat dazu in vielen Versen angewiesen und davon berichtet, unter anderem in Seiner Aussage - gepriesen sei Er -:
﴿وَمَا أُمِرُوا إِلَّا لِيَعْبُدُوا اللَّهَ مُخْلِصِينَ لَهُ الدِّينَ حُنَفَاءَ...﴾
„Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allah zu dienen und (dabei) Ihm gegenüber, als Anhänger des rechten Glaubens, aufrichtig in der Religion (zu sein) [...].“ [Al-Bayyinah:5] Und Seine Aussage - mächtig und majestätisch ist Er -:
﴿وَقَضَى رَبُّكَ أَلَّا تَعْبُدُوا إِلَّا إِيَّاهُ...﴾
„Und dein Herr hat angeordnet, dass ihr nur Ihm dienen sollt [...].“ [Al-Isra:23] Und in Seiner Aussage - gepriesen sei Er -:
﴿إِنَّآ أَنزَلۡنَآ إِلَيۡكَ ٱلۡكِتَٰبَ بِٱلۡحَقِّ فَٱعۡبُدِ ٱللَّهَ مُخۡلِصٗا لَّهُ ٱلدِّينَ2 أَلَا لِلَّهِ ٱلدِّينُ ٱلۡخَالِصُۚ وَٱلَّذِينَ ٱتَّخَذُواْ مِن دُونِهِۦٓ أَوۡلِيَآءَ مَا نَعۡبُدُهُمۡ إِلَّا لِيُقَرِّبُونَآ إِلَى ٱللَّهِ زُلۡفَىٰٓ إِنَّ ٱللَّهَ يَحۡكُمُ بَيۡنَهُمۡ فِي مَا هُمۡ فِيهِ يَخۡتَلِفُونَۗ إِنَّ ٱللَّهَ لَا يَهۡدِي مَنۡ هُوَ كَٰذِبٞ كَفَّارٞ3﴾
„Wir haben ja das Buch mit der Wahrheit zu dir hinabgesandt. So diene Allah und sei Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion.
Sicherlich, Allah gehört die aufrichtige Religion. Diejenigen aber, die sich anstatt Seiner Schutzherren nehmen (sagen): ‚Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Zutritt in Allahs Nähe verschaffen‘ -, wahrlich, Allah wird zwischen ihnen richten über das, worüber sie uneinig sind. Wahrlich, Allah leitet nicht recht, wer ein Lügner und beharrlicher Ungläubiger ist.“ [Az-Zumar:2-3]
Die Verse in diesem Zusammenhang sind zahlreich; sie alle weisen darauf hin, dass die Anbetung einzig Allah in Aufrichtigkeit vorbehalten ist, und die Anbetung anderer - ob Propheten oder andere - zu unterlassen ist.
Es besteht kein Zweifel, dass der Anruf (und das Bittgebet) zu den wichtigsten und umfassendsten Arten der Anbetung gehört, daher muss es allein an Allah gerichtet sein. Er - mächtig und majestätisch ist Er - sagte:
﴿فَادْعُوا اللَّهَ مُخْلِصِينَ لَهُ الدِّينَ وَلَوْ كَرِهَ الْكَافِرُونَ14﴾
„So ruft Allah an, (und seid) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.“ [Ghafir:14] Und Er - mächtig und majestätisch ist Er - sagte:
﴿وَأَنَّ الْمَسَاجِدَ لِلَّهِ فَلَا تَدْعُوا مَعَ اللَّهِ أَحَدًا18﴾
„Und die Gebetsstätten gehören ja Allah; so ruft neben Allah niemanden an.“ [Al-Jinn:18] Diese Anweisung, bei der Anbetung Allah alleine anzurufen (und zu bitten), gilt für alle Geschöpfe, einschließlich der Propheten und anderer. Und Seine Aussage:
﴿وَلَا تَدْعُ مِنْ دُونِ اللَّهِ مَا لَا يَنْفَعُكَ وَلَا يَضُرُّكَ فَإِن فَعَلۡتَ فَإِنَّكَ إِذٗا مِّنَ ٱلظَّٰلِمِينَ106﴾
„Und rufe nicht außer Allah an, was dir weder nützt noch schadet! Wenn du es aber tust, dann gehörst du fürwahr zu den Ungerechten.“ [Yunus:106] ist an den Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - gerichtet, und es ist bekannt, dass Allah - gepriesen sei Er - ihn vor dem Schirk bewahrt hat. Damit sollen jedoch andere gewarnt werden. Hierauf sagte Er - erhaben ist Seine Majestät -:
﴿وَلَا تَدۡعُ مِن دُونِ ٱللَّهِ مَا لَا يَنفَعُكَ وَلَا يَضُرُّكَ فَإِنْ فَعَلْتَ فَإِنَّكَ إِذًا مِنَ الظَّالِمِينَ106﴾
„Und rufe nicht außer Allah an, was dir weder nützt noch schadet! Wenn du es aber tust, dann gehörst du fürwahr zu den Ungerechten.“ [Yunus:106] Dies ist an den Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - gerichtet. Gemeint ist, dass andere davor gewarnt werden, denn es ist bekannt, dass Allah - gepriesen sei Er und erhaben ist Er - Seinen Gesandten vor dem Schirk bewahrt hat. Dann verschärfte Allah - erhaben ist Er - die Untersagung und die Warnung; und so sagte Er:
﴿...فَإِنْ فَعَلْتَ فَإِنَّكَ إِذًا مِنَ الظَّالِمِينَ﴾
„[...]. Wenn du es aber tust, dann gehörst du fürwahr zu den Ungerechten.“ Wenn (der Begriff) „Unrecht“ („Thulm“) allgemein (und ohne Einschränkung) erwähnt wird, dann ist damit der große Schirk gemeint, wie der Erhabene sagte:
﴿...وَالْكَافِرُونَ هُمُ الظَّالِمُونَ﴾
„[...]. Und die Ungläubigen sind die Ungerechten.“ [Al-Baqarah:254] Und der Erhabene sagte:
﴿...إِنَّ الشِّرْكَ لَظُلْمٌ عَظِيمٌ﴾
„[...] Wahrlich, Götzendienst („Schirk“) ist ja ein gewaltiges Unrecht.“ [Luqman:13] Wenn also der Beste aller Nachkommen Adams (damit ist der Prophet Muhammad gemeint) - Allahs Segen und Frieden auf ihm - im Falle, dass er jemanden außer Allah anrufen sollte, zu den Ungerechten gehören würde, wie wird es dann erst bei allen anderen sein?!
Aus diesen und vielen anderen (Quran-)Versen wird somit klar ersichtlich, dass das Anrufen anderer außer Allah - seien es Verstorbene, Bäume, Götzen oder Ähnliches - eine Form des Schirks gegenüber Allah - mächtig und majestätisch ist Er - darstellt. Dies widerspricht dem Tauhid Allahs bei der Anbetung (also die Einzigkeit Allahs in der Anbetung), welcher der eigentliche Zweck der Erschaffung der beiden Schwerlastenden (der Menschen und der Jinn), der Sendung der Gesandten und der Offenbarung der Schriften ist. Ebenso widerspricht es der Bedeutung von „La ilaha illa Allah“, die jede Form von Anbetung gegenüber anderen als Allah negiert und die Anbetung ausschließlich Allah allein zuschreibt, wie Allah - gepriesen sei Er und erhaben ist Er - sagte:
﴿ذَٰلِكَ بِأَنَّ ٱللَّهَ هُوَ ٱلۡحَقُّ وَأَنَّ مَا يَدۡعُونَ مِن دُونِهِۦ هُوَ ٱلۡبَٰطِلُ وَأَنَّ ٱللَّهَ هُوَ ٱلۡعَلِيُّ ٱلۡكَبِيرُ62﴾
„Dies (ist so), weil Allah die Wahrheit ist und weil das, was sie anstatt Seiner anrufen, die Falschheit ist, und weil Allah der Hohe (und) der Große ist.“ [Al-Hajj:62]
Dies(er Tauhid) ist das Fundament der gesamten Religion und der Kern der (islamischen) Gemeinschaft. Und keine Form der Anbetung wird angenommen, bis dieses Fundament richtig verwirklicht wurde. Der Erhabene sagte:
﴿وَلَقَدْ أُوحِيَ إِلَيْكَ وَإِلَى الَّذِينَ مِنْ قَبْلِكَ لَئِنْ أَشْرَكْتَ لَيَحْبَطَنَّ عَمَلُكَ وَلَتَكُونَنَّ مِنَ الْخَاسِرِينَ65﴾
„Und bereits dir und (auch) denjenigen, die vor dir waren, ist ja (als Offenbarung) eingegeben worden: ‚Wenn du (Allah andere) beigesellst, wird dein Werk ganz gewiss hinfällig, und du gehörst ganz gewiss zu den Verlierern.‘“ [Az-Zumar:65] Und Er - gepriesen sei Er und erhaben ist Er - sagte:
﴿...وَلَوْ أَشْرَكُوا لَحَبِطَ عَنْهُمْ مَا كَانُوا يَعْمَلُونَ﴾
„[...]. Wenn sie (Ihm) aber (andere Gottheiten) beigesellt hätten, wäre für sie gewiss hinfällig geworden, was sie zu tun pflegten.“ [Al-An'am:88]
Aus dem Vorausgegangenen wird ersichtlich, dass die Religion des Islams und das Glaubensbekenntnis von „La ilaha illa Allah“ (dass es keinen Anbetungswürdigen gibt, außer Allah) auf zwei gewaltigen Fundamenten beruhen:
Erstens: Dass niemand außer Allah allein angebetet wird, Der keinen Teilhaber hat. Wer also die Toten - ob Propheten oder andere - anruft, oder Götzen, Bäume, Steine oder andere Geschöpfe anruft, oder während einer Not bei ihnen Hilfe ersucht, oder sich ihnen durch Opfer und Gelübde nähert, oder für sie betet oder sich vor ihnen niederwirft, der hat sie zu (angebeteten) Herren neben Allah genommen, sie Ihm - gepriesen sei Er und erhaben ist Er - gleichgestellt und damit der Bedeutung von „La ilaha illa Allah“ widersprochen und dies zurückgewiesen.
Zweitens: Dass Allah - erhaben ist Er - nur entsprechend der Gesetzgebung Seines Propheten und Gesandten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - angebetet wird. Wer nun in der Religion etwas neu einführt, wozu Allah keine Erlaubnis gegeben hat, der hat die Bedeutung des Glaubensbekenntnisses „Muhammad Rasul Allah“ (Muhammad ist der Gesandte Allahs) nicht verwirklicht; seine Tat nützt ihm nichts und wird nicht von ihm angenommen. Allah - erhaben ist Seine Majestät - sagte:
﴿وَقَدِمْنَا إِلَى مَا عَمِلُوا مِنْ عَمَلٍ فَجَعَلْنَاهُ هَبَاءً مَنْثُورًا23﴾
„Und Wir werden Uns dem zuwenden, was sie an Taten verrichtet haben, und sie zu verwehtem Staub machen.“ [Al-Furqan:23] Und mit den in dem Vers erwähnten Taten sind die Handlungen derjenigen gemeint, die im Zustand des Schirks gegenüber Allah - mächtig und majestätisch ist Er - gestorben sind.
Und dazu gehören auch die erfundenen Handlungen, für die Allah keine Erlaubnis gegeben hat, denn sie werden am Tag der Auferstehung zu verstreutem Staub, weil sie Seinem gereinigten Gesetz nicht entsprachen, wie der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte:
«مَنْ أَحْدَثَ فِي أَمْرِنَا هَذَا مَا لَيْسَ مِنْهُ فَهُوَ رَدٌّ».
„Wer in dieser unserer Sache (der Religion) etwas (neu) einführt, was nicht von ihr ist, so wird es abgelehnt.“ Übereinstimmend als authentisch eingestuft.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Verfasserin ihre Istighathah (also Bitte um Hilfe während einer Notsituation) und ihr Bittgebet an den Gesandten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - gerichtet hat und sich vom Herrn der Weltenbewohner abgewandt hat; (von) Dem, in Dessen Hand Sieg, Schaden sowie Nutzen liegen und in Dessen Hand allein all dies ist - niemand außer Ihm besitzt etwas davon.
Und es besteht kein Zweifel, dass dies ein gewaltiges und verhängnisvolles Unrecht ist. Allah - mächtig und majestätisch ist Er - ordnete an, dass man Ihn allein anruft, und Er hat demjenigen, der Ihn anruft, Erhörung (der Bittgebete) versprochen. Und Er hat demjenigen angedroht, der sich hochmütig davon abwendet, dass er in die Hölle eintreten wird. Er - mächtig und majestätisch ist Er - sagte:
﴿وَقَالَ رَبُّكُمُ ادْعُونِي أَسْتَجِبْ لَكُمْ إِنَّ الَّذِينَ يَسْتَكْبِرُونَ عَنْ عِبَادَتِي سَيَدْخُلُونَ جَهَنَّمَ دَاخِرِينَ 60﴾
„Und euer Herr sagt: ‚Ruft Mich an, so erhöre Ich euch. Wahrlich, diejenigen, die sich aus Hochmut weigern, Mir zu dienen, werden in die Hölle gedemütigt eingehen.‘“ [Ghafir:60] Das heißt: erniedrigt und herabgesetzt. Dieser edle (Quran-)Vers belegt, dass das Bittgebet eine Form der Anbetung ist und und dass die Heimatstätte desjenigen, der sich hochmütig verhält, die Hölle sein wird. Wenn dies nun der Zustand dessen ist, der sich in Bezug auf den Anruf Allahs zu hochmütig zeigt, wie verhält es sich dann erst mit demjenigen, der jemand anderen anruft und sich von Allah abwendet, obwohl Er - gepriesen sei Er - der Nahe ist, der Besitzer jeder Sache und der zu allem fähig ist? Er - gepriesen sei Er - sagte:
﴿وَإِذَا سَأَلَكَ عِبَادِي عَنِّي فَإِنِّي قَرِيبٌ أُجِيبُ دَعْوَةَ الدَّاعِ إِذَا دَعَانِ فَلْيَسْتَجِيبُوا لِي وَلْيُؤْمِنُوا بِي لَعَلَّهُمْ يَرْشُدُونَ 186﴾
„Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, so bin Ich fürwahr nahe; Ich erhöre den Ruf des Bittenden, wenn er Mich anruft. So sollen sie nun auf Mich hören und (sie sollen) an Mich glauben, auf dass sie (auf den) recht(en Weg) geführt werden.“ [Al-Baqarah:186] Der Gesandte - Allahs Segen und Frieden auf ihm - hat in einem authentischen Hadith berichtet, dass das Bittgebet die (eigentliche) Anbetung ist. Und er sagte zu dem Sohn seines Onkels 'Abdullah Ibn 'Abbas - möge Allah mit ihm und seinem Vater zufrieden sein -:
«احْفَظِ اللهَ يَحْفَظْكَ، احْفَظِ اللهَ تَجِدْهُ تُجَاهَكَ، إِذَا سَأَلْتَ فَاسْأَلِ اللهَ، وَإِذَا اسْتَعْنَتَ فَاسْتَعِنْ بِاللهِ».
„Bewahre Allah, dann wird Er dich bewahren! Bewahre Allah, dann wirst du Ihn bei dir finden! Wenn du um etwas bittest, dann bitte Allah und wenn du Hilfe suchst, dann suche sie bei Allah.“ Überliefert von At-Tirmidhi und anderen.
Und er - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte:
«مَنْ مَاتَ وَهُوَ يَدْعُو لِلَّهِ نِدًّا؛ دَخَلَ النَّارَ».
„Wer stirbt und neben Allah jemand anderen anruft, der wird das Höllenfeuer betreten.“ Überliefert von Al-Bukhari. Und in den beiden „Sahih-Werken“ heißt es, dass der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - befragt wurde: „Welche Sünde ist am Gewaltigsten?“ Er antwortete:
«أَنْ تَجْعَلَ لِلَّهِ نِدًّا وَهُوَ خَلَقَكَ».
„Dass du Allah einen Ebenbürtigen zur Seite stellst (oder einen Teilhaber beigesellst), obwohl Er allein dich erschaffen hat.“ Und „An-Nidd“ (der Ebenbürtige bzw. Beigesellte) ist der Gegenüberstehende, der Gleichartige. So hat jeder, der jemanden außer Allah anruft, bei ihm Hilfe (in Form von „Istighathah“) ersucht, ein Gelübde bei ihm ablegt, für ihn schlachtet, oder ihm irgendeine Art von Anbetung widmet - abseits dem bereits Erwähnten -, diesen zu einem „Nidd“ gemacht. Gleichgültig, ob es sich dabei um einen Propheten, einen der Gefolgsleute („Wali“), einen Engel, einen Jinn, eine Götze oder irgendein anderes Geschöpf handelt.
An dieser Stelle könnte jemand sagen: Wie lautet das Urteil über das Bitten eines lebenden und anwesenden Menschen um etwas, was er tun könnte, und die Istighathah bei ihm in (sinnlich-)wahrnehmbaren Angelegenheiten, zu deren Ausführung er fähig wäre/ist? Die Antwort lautet: Dies gehört nicht zu jenem Bereich des Schirks, sondern ist eine gewöhnliche, erlaubte Angelegenheit unter den Muslimen, wie Allah - erhaben ist Er - im Zusammenhang mit der Geschichte von Musa sagte:
﴿...فَاسْتَغَاثَهُ الَّذِي مِنْ شِيعَتِهِ عَلَى الَّذِي مِنْ عَدُوِّهِ...﴾
„[...] Da rief ihn derjenige, der von seiner Gruppierung war, zu Hilfe gegen denjenigen, der von seinen Feinden war. [...].“ [Al-Qasas:15] Und der Erhabene sagte in Bezug auf die Geschichte Musas auch:
﴿فَخَرَجَ مِنْهَا خَائِفًا يَتَرَقَّبُ...﴾
„Da ging er furchtsam aus ihr fort und hielt (immer wieder) Ausschau. [...].“ [Al-Qasas:21] So ersucht der Mensch in Kriegszeiten Hilfe bei seinen Gefährten, ebenso in anderen Angelegenheiten, die den Menschen begegnen und bei denen sie aufeinander angewiesen sind.
Allah ordnete Seinem Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - an, seiner Gemeinschaft mitzuteilen, dass er für niemanden über Nutzen oder Schaden verfügen kann. So sagte Er - gepriesen sei Er und erhaben ist Er -:
﴿قُلْ إِنَّمَا أَدْعُو رَبِّي وَلَا أُشْرِكُ بِهِ أَحَدًا21 قُلْ إِنِّي لَا أَمْلِكُ لَكُمْ ضَرًّا وَلَا رَشَدًا22﴾
„Sag: ‚Ich rufe ja nur meinen Herrn an, und ich geselle Ihm niemanden bei.‘
Sag: ‚Ich vermag euch weder Schaden noch Besonnenheit (zu bringen).‘“ [Al-Jinn:21-22] Und der Erhabene sagte:
﴿قُلْ لَا أَمْلِكُ لِنَفْسِي نَفْعًا وَلَا ضَرًّا إِلَّا مَا شَاءَ اللَّهُ وَلَوْ كُنْتُ أَعْلَمُ الْغَيْبَ لَاسْتَكْثَرْتُ مِنَ الْخَيْرِ وَمَا مَسَّنِيَ السُّوءُ إِنْ أَنَا إِلَّا نَذِيرٌ وَبَشِيرٌ لِقَوْمٍ يُؤْمِنُونَ188﴾
„Sag: ‚Ich verfüge für mich selbst weder Nutzen noch Schaden, außer was Allah will. Und wenn ich das Verborgene wüsste, würde ich mir fürwahr viel Gutes verschaffen, und Schlechtes würde mich nicht treffen. Ich bin ja nur ein Warner und ein Frohbote für Leute, die glauben.‘“ [Al-A'raf:188]
Die Verse in diesem Zusammenhang sind zahlreich.
Es ist wohl bekannt, dass der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - nur seinen Herrn anruft. So wurde nämlich überliefert, dass er am Tag von Badr Allah (in Form von „Istighathah“) um Hilfe rief, um Unterstützung gegen seine Feinde bat, dabei beharrlich war und sagte: „O Herr, erfülle mir, was Du mir versprochen hast.“ Er tat das so lange, bis Abu Bakr As-Siddiq - möge Allah mit ihm zufrieden sein - sagte: „Es genügt dir, o Gesandter Allahs, denn Allah wird dir gewiss erfüllen, was Er Dir versprochen hat.“ Allah - gepriesen sei Er - offenbarte in diesem Zusammenhang Seine - erhaben ist Er - Aussage:
﴿إِذۡ تَسۡتَغِيثُونَ رَبَّكُمۡ فَٱسۡتَجَابَ لَكُمۡ أَنِّي مُمِدُّكُم بِأَلۡفٖ مِّنَ ٱلۡمَلَٰٓئِكَةِ مُرۡدِفِينَ9﴾
„(Gedenke,) als ihr euren Herrn um Hilfe anrieft und Er euch erhörte (und sagte): ‚Ich werde euch gewiss mit tausend von den Engeln unterstützen, hintereinander folgend.‘“ [Al-Anfal:9] So erwähnte sie Allah - gepriesen sei Er - in diesen Versen mit ihrer Istighathah (also dem Bitten um Hilfe) und Er berichtete, dass Er ihnen geantwortet und die Engel zu ihrer Unterstützung gesandt hat - als Frohbotschaft des Sieges und zur Beruhigung. Und Er machte deutlich, dass der Sieg nicht von den Engeln stammt, sondern dass der Sieg nur von Ihm kommt. So sagte Er - erhaben ist Er -:
﴿وَمَا النَّصْرُ إِلَّا مِنْ عِنْدِ اللَّهِ...﴾
„[...], denn der Sieg kommt gewiss nur von Allah, [...].“ [Al 'Imran:126] Und Er - erhaben ist Seine Majestät - sagte:
﴿وَلَقَدْ نَصَرَكُمُ اللَّهُ بِبَدْرٍ وَأَنْتُمْ أَذِلَّةٌ فَاتَّقُوا اللَّهَ لَعَلَّكُمْ تَشْكُرُونَ123﴾
„Und Allah hat euch doch schon in Badr unterstützt, als ihr verächtlich erschient. So fürchtet Allah, auf dass ihr dankbar sein möget!“ [Al 'Imran:123] Allah - erhaben ist Er - machte in diesem Vers deutlich, dass Er - gepriesen sei Er - ihr Unterstützer am Tag von Badr war. Dadurch wird klar, dass alles, was Er ihnen an Waffen und Kraft gab und womit Er sie durch die Engel unterstützte, lediglich Mittel für den Sieg, zur Frohbotschaft und zur Beruhigung waren. Der Sieg selbst stammt nicht aus diesen Mitteln, sondern allein von Allah. Wie kann es nun diese Autorin oder sonst jemand wagen, ihre Hilferufe (in Form von „Istighathah“) und ihr Flehen um Beistand an den Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - zu richten, statt sich an Allah - den Herrn der Weltenbewohner, den Allmächtigen, Der zu allem fähig ist - zu wenden?!
Ohne Zweifel ist dies eine der abscheulichsten Formen von Unwissenheit, vielmehr sogar einer der gewaltigsten Formen des Schirks. Deshalb ist es für diese Autorin verpflichtend, sich Allah - gepriesen sei Er - in aufrichtiger Reue zuzuwenden. Eine wahrhaft aufrichtige Reue besteht aus mehreren grundlegenden Punkten, nämlich: Erstens: Eine aufrichtige Reue über das begangene Fehlverhalten. Zweitens: Das Unterlassen dessen, was von ihr ausgegangen ist. Drittens: Der feste Entschluss, nicht zu ihr zurückzukehren - aus Ehrfurcht vor Allah und in aufrichtiger Hingabe an Ihn, aus Gehorsam gegenüber Seinem Befehl und aus Vorsicht vor dem, wovor Er gewarnt hat. Dies ist die aufrichtige Reue. Es gibt noch einen vierten Punkt, der speziell dann gilt, wenn das begangene Unrecht die Rechte anderer Menschen betrifft, nämlich: Viertens: Das Recht seinem Berechtigten zurückzugeben oder sich von ihm davon freisprechen zu lassen (und seine Verzeihung zu erbitten).
Und Allah hat Seine Diener zur Reue aufgefordert und ihnen die Annahme dieser Reue versprochen, so wie Er - erhaben ist Er - sagte:
﴿...وَتُوبُوا إِلَى اللَّهِ جَمِيعًا أَيُّهَ الْمُؤْمِنُونَ لَعَلَّكُمْ تُفْلِحُونَ﴾
„Und wendet euch alle reumütig Allah zu, ihr Gläubigen, auf dass es euch wohl ergehen möge!“ [An-Nur:31] Und Er sagte in Bezug auf die Christen:
﴿أَفَلَا يَتُوبُونَ إِلَى اللَّهِ وَيَسْتَغْفِرُونَهُ وَاللَّهُ غَفُورٌ رَحِيمٌ74﴾
„Wollen sie sich denn nicht in Reue Allah zuwenden und Ihn um Vergebung bitten? Und Allah ist allvergebend und barmherzig.“ [Al-Maidah:74] Und der Erhabene sagte:
﴿وَالَّذِينَ لَا يَدْعُونَ مَعَ اللَّهِ إِلَهًا آخَرَ وَلَا يَقْتُلُونَ النَّفْسَ الَّتِي حَرَّمَ اللَّهُ إِلَّا بِالْحَقِّ وَلَا يَزْنُونَ وَمَنْ يَفْعَلْ ذَلِكَ يَلْقَ أَثَامًا68 يُضَاعَفْ لَهُ الْعَذَابُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ وَيَخْلُدْ فِيهِ مُهَانًا69 إِلَّا مَنْ تَابَ وَآمَنَ وَعَمِلَ عَمَلًا صَالِحًا فَأُولَئِكَ يُبَدِّلُ اللَّهُ سَيِّئَاتِهِمْ حَسَنَاتٍ وَكَانَ اللَّهُ غَفُورًا رَحِيمًا70﴾
„Und (sie sind) diejenigen, die neben Allah keine anderen Gottheiten anrufen und nicht die Seele töten, die Allah (zu töten) verboten hat, außer aus einem rechtmäßigen Grund, und (sie sind) die keine Unzucht begehen. - Wer dies(e Taten) tut, wird die Folge der Sünde erleiden;
die Strafe wird ihm am Tag der Auferstehung vervielfacht, und ewig wird er darin in Schmach verweilen.
Ausgenommen ist derjenige, der bereut, glaubt und rechtschaffene Werke tut; jenen wird Allah ihre schlechten Taten gegen gute eintauschen; und Allah ist stets allvergebend und barmherzig.“ [Al-Furqan:68-70] Und der Erhabene sagte:
﴿وَهُوَ الَّذِي يَقْبَلُ التَّوْبَةَ عَنْ عِبَادِهِ وَيَعْفُو عَنِ السَّيِّئَاتِ وَيَعْلَمُ مَا تَفْعَلُونَ25﴾
„Und Er ist es, Der die Reue von Seinen Dienern annimmt und die schlechten Taten verzeiht. Und Er weiß, was ihr tut.“ [Asch-Schura:25]
Und es wurde authentisch über den Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - berichtet, dass er sagte:
«الإِسْلَامُ يَهْدِمُ مَا كَانَ قَبْلَهُ، وَالتَّوْبَةُ تَجُبُّ مَا كَانَ قَبْلَهَا».
„Der Islam hebt (und tilgt) alles was (an Sünden) davor war, und die aufrichtige Reue löscht alles aus, was davor begangen wurde.“
Diese kurzen Worte habe ich verfasst, da der Schirk eine große Gefahr darstellt und die gewaltigste aller Sünden ist, aus Sorge, dass man durch die Aussagen dieser Autorin in die Irre geführt werden könnte, und weil es eine Pflicht ist, aufrichtig um Allahs willen und zum Wohl Seiner Diener einen guten Ratschlag zu erteilen. Ich bitte Allah - erhaben ist Seine Majestät -, dass Er diese Worte nützlich macht, unsere Lage und die Lage aller Muslime verbessert, uns allen ein tiefes Verständnis der Religion und Standhaftigkeit in ihr verleiht und uns sowie alle Muslime vor den Übeln unserer eigenen Seelen und vor unseren schlechten Taten bewahrt. Wahrlich, Er ist Derjenige, Der dies übernimmt, und Er hat die Macht dazu.
Und Allahs Segen und Frieden seien auf unserem Propheten Muhammad, seiner Familie und seinen Gefährten.
***
بِسْمِ اللهِ الرَّحمَنِ الرَّحِيمِ
Die dritte Niederschrift:
Das Urteil in Bezug auf den Anruf/die Hilfesuche (in Form von „Istighathah“) bei den Jinn und Satanen und das Erfüllen eines Gelübdes für sie
Von 'Abdul-'Aziz Ibn 'Abdillah Ibn Baz an diejenigen unter den Muslimen, die dies(e Zeilen) sehen: Möge Allah mir und euch den Erfolg verleihen, an Seiner Religion festzuhalten und darauf standhaft zu sein. Amin.
As-Salamu 'Alaykum wa Rahmatullahi wa Barakatuh.
Um fortzufahren: Einige Brüder fragten mich nach dem Verhalten mancher Unwissender, die sich im Bittgebet an andere als Allah - gepriesen sei Er - wenden und bei schweren Angelegenheiten Hilfe bei ihnen suchen, wie z. B. der Anruf der Jinn, sie (in Form von „Istighathah“) um Hilfe bitten, ihnen Gelübde widmen oder ihnen Opfer darbringen. Dazu gehört ebenfalls die Aussage mancher von ihnen: „O Sieben“ - das heißt: sieben von den Anführern der Jinn - nehmt ihn, brecht seine Knochen, trinkt sein Blut, verstümmelt ihn; o Sieben, tut ihm dies oder jenes an.“ Oder die Aussage mancher von ihnen: „Nehmt ihn, o Jinn des Mittags, o Jinn des Nachmittags.“ Dies kommt in einigen südlichen Gegenden häufig vor. Zu diesem Bereich gehört ebenfalls: das Anrufen der Toten - seien es Propheten, Rechtschaffene oder andere -, ebenso das Anrufen der Engel und das Erbitten von Hilfe bei ihnen während einer Not. All dies und Ähnliches wird von vielen, die sich dem Islam zuschreiben, praktiziert - aus Unwissenheit und Nachahmung derer, die ihnen vorausgingen. Und manche von ihnen haben es sich vielleicht leicht gemacht und es mit der Aussage gerechtfertigt: „Das ist nur ein Spruch, wir meinen es nicht und glauben nicht daran.“
Und man fragte mich auch über das Urteil bezüglich der Eheschließung mit jemandem, der für solche Praktiken bekannt ist, über ihre Opfergaben, das Totengebet für sie sowie (das Gebet) hinter ihnen; und auch über das Glauben an die (Handlungen der) Zauberer und Wahrsager, wie etwa jene, die behaupten, die Krankheit und ihre Ursachen zu kennen, allein dadurch, dass sie etwas berührt haben, das den Körper des Kranken berührt hat - wie der Turban, die Hose, der Schleier oder Ähnliches.
Die Antwort: Alles Lob gebührt Allah allein, und Allahs Segen und Frieden seien auf dem, nach dem kein Prophet mehr kommt, sowie auf seiner Familie, seinen Gefährten und diejenigen, die durch sie bis zum Tag des Gerichts rechtgeleitet wurden.
Um fortzufahren: Wahrlich, Allah - gepriesen und erhaben ist Er - hat die beiden Schwerlastenden (also die Menschen und Jinn) erschaffen, damit sie Ihn anbeten, und sonst keinen außer Ihm, sodass sie Ihm den Anruf (und das Bittgebet), das Ersuchen um Hilfe während einer Not, das Schlachten, das Gelübde und alle anderen Formen der Anbetung widmen. Er sandte die Gesandten mit dieser Aufgabe, ordnete ihnen dies an und offenbarte die himmlischen Schriften, von denen die gewaltigste (Schrift) der edle Quran ist, um dies zu erläutern, dazu einzuladen und die Menschen vor dem Schirk an Allah und der Anbetung anderer zu warnen. Dies ist die Grundlage aller Grundlagen und das Fundament der (islamischen) Gemeinschaft und der Religion. Es ist die Bedeutung des Glaubensbekenntnisses „La ilaha illah Allah“ (Es gibt keine Gottheit, die zu Recht angebetet wird, außer Allah) und die Wahrheit, dass niemand mit Recht angebetet wird, außer Allah. Dies verneint die Anbetung anderer als Allah und bekräftigt, dass die Anbetung allein Ihm gehört, ohne dass irgendeines der übrigen Geschöpfe Anteil daran hat. Die Beweise dafür aus dem Buch Allahs und der Sunnah Seines Gesandten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sind sehr zahlreich, darunter Seine - erhaben ist Seine Majestät - Worte:
﴿وَمَا خَلَقْتُ الْجِنَّ وَالْإِنْسَ إِلَّا لِيَعْبُدُونِ56﴾
„Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“ [Adh-Dhariyat:56] Und Seine - gepriesen sei Er - Aussage:
﴿وَقَضَى رَبُّكَ أَلَّا تَعْبُدُوا إِلَّا إِيَّاهُ...﴾
„Und dein Herr hat angeordnet, dass ihr nur Ihm dienen sollt [...].“ [Al-Isra:23] Und die Aussage des Erhabenen:
﴿وَمَا أُمِرُوا إِلَّا لِيَعْبُدُوا اللَّهَ مُخْلِصِينَ لَهُ الدِّينَ حُنَفَاءَ...﴾
„Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allah zu dienen und (dabei) Ihm gegenüber, als Anhänger des rechten Glaubens, aufrichtig in der Religion (zu sein) [...].“ [Al-Bayyinah:5] Und die Aussage des Erhabenen:
﴿وَقَالَ رَبُّكُمُ ادْعُونِي أَسْتَجِبْ لَكُمْ إِنَّ الَّذِينَ يَسْتَكْبِرُونَ عَنْ عِبَادَتِي سَيَدْخُلُونَ جَهَنَّمَ دَاخِرِينَ60﴾
„Und euer Herr sagt: ‚Ruft Mich an, so erhöre Ich euch. Wahrlich, diejenigen, die sich aus Hochmut weigern, Mir zu dienen, werden in die Hölle gedemütigt eingehen.‘“ [Ghafir:60] Und der Erhabene sagte:
﴿وَإِذَا سَأَلَكَ عِبَادِي عَنِّي فَإِنِّي قَرِيبٌ أُجِيبُ دَعْوَةَ الدَّاعِ إِذَا دَعَانِ...﴾
„Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, so bin Ich fürwahr nahe; Ich erhöre den Ruf des Bittenden, wenn er Mich anruft. [...].“
[Al-Baqarah:186]
So hat Er - gepriesen sei Er - in diesen Versen klargestellt, dass Er die beiden Schwerlastenden für Seine Anbetung erschaffen hat, und dass Er Seinen Dienern im eindeutigen Quran und durch die Worte des Gesandten - Segen und Frieden sei auf ihm - geboten, d. h. befohlen und empfohlen, hat, niemanden außer ihrem Herrn anzubeten.
Und Er - majestätisch und erhaben ist Er - hat klargestellt, dass das Bittgebet eine gewaltige Form der Anbetung ist. Wer sich ihm hochmütig verschließt, wird in das (Höllen)feuer eintreten. Er ordnete Seinen Dienern an, Ihn allein anzurufen, und berichtete, dass Er nahe ist und ihre Bittgebete erhört. Daher ist es für alle Diener verpflichtend, mit dem Bittgebet allein ihren Herrn anzurufen, denn es ist eine Art der Anbetung, für die sie erschaffen wurden und die ihnen angewiesen wurde. Er - erhaben ist Seine Majestät - sagte:
﴿قُلْ إِنَّ صَلَاتِي وَنُسُكِي وَمَحْيَايَ وَمَمَاتِي لِلَّهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ162 لَا شَرِيكَ لَهُ وَبِذَلِكَ أُمِرْتُ وَأَنَا أَوَّلُ الْمُسْلِمِينَ163﴾
„Sag: ‚Wahrlich, mein Gebet und mein (Schlacht)opfer, mein Leben und mein Sterben gehören Allah, dem Herrn der Weltenbewohner.
Er hat keinen Teilhaber. Und dies ist mir befohlen worden, und ich bin der erste der (Ihm ergebenen) Muslime.‘“ [Al-An'am:162-163]
So ordnete Allah Seinem Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - an, den Menschen mitzuteilen, dass sein Gebet und seine Opfergabe - und zwar das Schlachten - sowie sein Leben und sein Tod ausschließlich für Allah, den Herrn der Weltenbewohner, sind, Der keinen Teilhaber hat. Daraus folgt: Wer für jemand anderen als Allah opfert, hat Ihm gegenüber Schirk begangen, genauso wie wenn jemand für einen anderen als Allah betet, denn Allah - gepriesen sei Er - hat das Gebet und das Opfern miteinander verbunden und erklärt, dass beide allein für Ihn, Der keinen Teilhaber hat, bestimmt sind. Wer nun für jemand anderen als Allah opfert - sei es für Jinn, Engel, Verstorbene oder andere, um sich ihnen damit anzunähern -, ist wie jemand, der für jemand anderen als Allah betet. Und in einem authentischen Hadith sagte der Prophet - Segen und Frieden seien auf ihm -:
«لَعَنَ اللهُ مَنْ ذَبَحَ لِغَيْرِ اللهِ».
„Allah verflucht denjenigen, der für jemand anderen als Allah opfert.“ Und Imam Ahmad berichtete mit einer guten (hasan) Überlieferungskette über Tariq Ibn Schihab - möge Allah mit ihm zufrieden sein - über den Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm -, dass er sagte:
«مرَّ رَجُلَانِ عَلَى قَومٍ لَهُم صَنَمٌ لَا يَجُوزُهُ أَحَدٌ حَتَّى يُقرِّبَ لَهُ شَيئًا، فَقَالُوا لِأَحَدِهِمَا: قَرِّبْ. قَالَ: لَيسَ عِندِي شَيءٌ أَقَرِّبُهُ، قَالُوا: قَرِّبْ وَلَوْ ذَبَابًا، فَقَرَّبَ ذُبَابًا، فَخَلُّوا سَبِيلَهُ، فَدَخَلَ النَّارَ، وَقَالُوا لِلآخَرِ: قَرِّبْ. قَالَ: مَا كُنْتُ لِأُقَرِّبَ لِأَحَدٍ شَيْئًا دُونَ اللهِ جَلَّ جَلَالُهُ، فَضَرَبُوا عُنُقَه، فَدَخَلَ الجَنَّةَ».
„Zwei Männer gingen an Leuten vorbei, die eine Götze hatten. Keiner konnte sie passieren, bis er ein Opfer für sie darbrachte. Da sagten sie zu dem einen von ihnen: ‚Bring ein Opfer dar!‘ Er sagte: ‚Ich habe nichts, um es zu opfern.‘ Sie sagten zu ihm: ‚Bring ein Opfer dar, selbst wenn es nur eine Mücke ist.‘ Da opferte er eine Mücke und sie ließen ihn dann ziehen und er trat dann in das (Höllen)feuer ein. Und sie sagten zum anderen: ‚Bring ein Opfer dar!‘ Da sagte er: ‚Niemals würde ich für jemand anderen außer Allah - erhaben ist Seine Majestät - etwas opfern.‘ Hierauf schlugen sie auf seinen Nacken (und töteten ihn) und er trat dann in den (Paradies)garten ein.“
Wenn also jemand sich einem Götzen oder Ähnlichem durch das Opfern von einer Fliege oder Ähnlichem nähert und dadurch zum Muschrik wird und es verdient, das Höllenfeuer zu betreten, wie verhält es sich dann erst mit jemandem, der die Jinn, Engel oder Gefolgsleute („Awliya“) anruft, sie in einer Notlage um Hilfe bittet, für sie Gelübde ablegt oder sich ihnen durch Opfergaben nähert, in der Hoffnung, dass sie sein Eigentum bewahren, einen Kranken heilen oder seine Tiere und Felder schützen? Und wie sieht es erst aus mit dem, der dies aus Furcht vor dem Übel der Jinn oder Ähnlichem tut?! Es besteht kein Zweifel, dass jemand, der solche oder ähnliche Handlungen begeht, eher als Muschrik gilt und das Höllenfeuer verdient als jener Mann, der eine Fliege als Opfergabe für die Götzen darbrachte.
Und was diesbezüglich ebenfalls überliefert wurde, ist Seine - erhaben ist Seine Majestät - Aussage:
﴿إِنَّآ أَنزَلۡنَآ إِلَيۡكَ ٱلۡكِتَٰبَ بِٱلۡحَقِّ فَٱعۡبُدِ ٱللَّهَ مُخۡلِصٗا لَّهُ ٱلدِّينَ2 أَلَا لِلَّهِ ٱلدِّينُ ٱلۡخَالِصُۚ وَٱلَّذِينَ ٱتَّخَذُواْ مِن دُونِهِۦٓ أَوۡلِيَآءَ مَا نَعۡبُدُهُمۡ إِلَّا لِيُقَرِّبُونَآ إِلَى ٱللَّهِ زُلۡفَىٰٓ إِنَّ ٱللَّهَ يَحۡكُمُ بَيۡنَهُمۡ فِي مَا هُمۡ فِيهِ يَخۡتَلِفُونَۗ إِنَّ ٱللَّهَ لَا يَهۡدِي مَنۡ هُوَ كَٰذِبٞ كَفَّارٞ3﴾
„Wir haben ja das Buch mit der Wahrheit zu dir hinabgesandt. So diene Allah und sei Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion.
Sicherlich, Allah gehört die aufrichtige Religion. Diejenigen aber, die sich anstatt Seiner Schutzherren nehmen (sagen): ‚Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Zutritt in Allahs Nähe verschaffen‘ -, wahrlich, Allah wird zwischen ihnen richten über das, worüber sie uneinig sind. Wahrlich, Allah leitet nicht recht, wer ein Lügner und beharrlicher Ungläubiger ist.“ [Az-Zumar:2-3] Und der Erhabene sagte:
﴿وَيَعْبُدُونَ مِنْ دُونِ اللَّهِ مَا لَا يَضُرُّهُمْ وَلَا يَنْفَعُهُمْ وَيَقُولُونَ هَؤُلَاءِ شُفَعَاؤُنَا عِنْدَ اللَّهِ قُلْ أَتُنَبِّئُونَ اللَّهَ بِمَا لَا يَعْلَمُ فِي السَّمَاوَاتِ وَلَا فِي الْأَرْضِ سُبْحَانَهُ وَتَعَالَى عَمَّا يُشْرِكُونَ18﴾
„Und sie dienen anstatt Allahs, was ihnen weder schadet noch nützt und sagen: ‚Das sind unsere Fürsprecher bei Allah.‘ Sag: ‚Wollt ihr denn Allah kundtun, was Er nicht kennt, weder in den Himmeln noch auf der Erde?‘ Gepriesen sei Er und erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen.“ [Yunus:18]
So hat Allah - gepriesen sei Er - in diesen beiden Versen klargestellt, dass die Muschrikun neben Ihm Gefolgsleute („Awliya“) unter den Geschöpfen angenommen haben, die sie mit Ihm zusammen anbeten - durch Furcht, Hoffnung, Opfer, Gelübde, Bittgebete und Ähnliches -, mit der Behauptung, dass diese Gefolgsleute denjenigen, der sie anruft, Allah näherbringen und Fürsprache bei Ihm einlegen. Hierauf widerlegte Allah - gepriesen sei Er - sie und machte ihre Unwahrheit deutlich, nannte sie Lügner, Ungläubige und Muschrikun und sprach Sich selbst von ihrem Schirk los. So sagte Er - majestätisch und erhaben ist Er -:
﴿...سُبْحَانَهُ وَتَعَالَى عَمَّا يُشْرِكُونَ﴾
„[...]. Gepriesen und erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen.“ [An-Nahl:1] Daraus wird erkenntlich, dass derjenige, der einen Engel, Propheten, Jinn, Baum oder Stein nimmt und diesen neben Allah anruft (und bittet), von ihm Hilfe in einer Notlage ersucht und sich ihm durch Gelübde oder Opferhandlungen annähert, in der Hoffnung, dass er bei Allah Fürsprache einlegen könnte und dies Ihn näherbringt, oder mit der Hoffnung auf die Heilung eines Kranken, oder dass dies Schutz herbeibringt, oder einen Abwesenden bewahrt usw., so hat man dadurch gewaltigen Schirk begangen und einen verderblichen Irrweg eingeschlagen, über den Allah sagte:
﴿إِنَّ اللَّهَ لَا يَغْفِرُ أَنْ يُشْرَكَ بِهِ وَيَغْفِرُ مَا دُونَ ذَلِكَ لِمَنْ يَشَاءُ وَمَنْ يُشْرِكْ بِاللَّهِ فَقَدِ افْتَرَى إِثْمًا عَظِيمًا48﴾
„Wahrlich, Allah vergibt nicht, dass man Ihm (etwas) beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will. Und wer Allah (etwas) beigesellt, der hat gewiss eine gewaltige Sünde ersonnen.“ [An-Nisa:48] Und der Erhabene sagte:
﴿...إِنَّهُ مَنْ يُشْرِكْ بِاللَّهِ فَقَدْ حَرَّمَ اللَّهُ عَلَيْهِ الْجَنَّةَ وَمَأْوَاهُ النَّارُ وَمَا لِلظَّالِمِينَ مِنْ أَنْصَارٍ﴾
„Wahrlich, wer Allah (etwas) beigesellt, dem verbietet Allah fürwahr den Paradiesgarten, und dessen Zufluchtsort wird das (Höllen)feuer sein. Und die Ungerechten werden keine Helfer haben.“ [Al-Maidah:72]
Und die Fürsprache wird am Tage der Auferstehung nur den Leuten des Tauhids und der Aufrichtigkeit zuteil, nicht den Leuten des Schirks, so wie der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte, als er gefragt wurde: „O Gesandter Allahs, wer sind die glücklichsten Menschen in Bezug auf deine Fürsprache?“ Er sagte:
«مَنْ قَالَ: لَا إِلَهَ إِلَّا اللهُ خَالِصًا مِنْ قَلْبِهِ».
„Derjenige, der aufrichtig vom Herzen ‚La ilaha illa Allah‘ (Es gibt keinen Anbetungswürdigen, außer Allah) sagt.“ Und er - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte:
«لِكُلِّ نَبِيٍّ دَعْوَةٌ مُسْتَجَابَةٌ، فَتَعَجَّلَ كُلُّ نَبِيٍ دَعْوَتَهُ، وَإِنِّي اخْتَـبَأْتُ دَعْوَتِي شَفَاعَةً لِأُمَّتِي يَومَ القِيَامَةِ، فَهِيَ نَائِلَةٌ إِنْ شَاءَ اللهِ مَن مَاتَ مِنْ أُمَّتِي لَا يُشْرِكُ بِاللهِ شَيْئًا».
„Jeder Prophet hat ein (sicher) erhörtes Bittgebet. So hat jeder Prophet sein Bittgebet bereits genutzt/vorgezogen, ich dagegen habe mein Bittgebet als Fürsprache für meine Gemeinschaft für den Tag der Auferstehung aufbewahrt/zurückgehalten. Es wird - so Allah will - denjenigen aus meiner Gemeinschaft zuteil, die sterben, ohne Allah irgendetwas beigesellt zu haben.“
Und die früheren Götzendiener glaubten daran, dass Allah ihr Herr, ihr Schöpfer und ihr Versorger ist. Doch sie hängten sich an die Propheten, die Gefolgsleute, die Engel, die Bäume, die Steine und dergleichen, in der Hoffnung auf ihre Fürsprache bei Allah und darauf, dass sie sie Ihm näherbringen - so wie es bereits in den Versen zuvor erwähnt wurde. So entschuldigte Allah sie dafür nicht. Vielmehr tadelte Allah sie in Seinem gewaltigen Buch, nannte sie Ungläubige („Kuffar“) und Götzendiener („Muschrikun“) und widerlegte ihre Behauptung, dass diese Angebeteten für sie Fürsprache einlegen und sie Allah näherbringen würden. Auch der Gesandte Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - entschuldigte sie nicht, sondern bekämpfte sie vielmehr wegen dieses Schirks, bis sie die Anbetung ausschließlich Allah allein widmeten - handelnd nach der Aussage des Gepriesenen:
﴿وَقَاتِلُوهُمْ حَتَّى لَا تَكُونَ فِتْنَةٌ وَيَكُونَ الدِّينُ لِلَّهِ...﴾
„Und kämpft gegen sie, bis es keine Heimsuchung („Fitnah“) mehr gibt und die Religion (allein) Allahs ist. [...].“ [Al-Baqarah:193] Und der Gesandte - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte:
«أُمِرْتُ أَنْ أُقَاتِلَ النَّاسَ حَتَّى يَشْهَدُوا أَنْ لَا إِلهَ إِلَّا اللهُ وَأَنَّ مُحَمَّدًا رَسُولُ اللهِ، وَيُقِيمُوا الصَّلَاةَ، وَيُؤتُوا الزَّكَاةَ، فَإِذَا فَعَلُوا ذَلِكَ عَصَمُوا مِنِّي دِمَاءَهُم وَأَمْوَالَهُمْ إِلَّا بِحَقِّ الإِسْلَامِ، وَحِسَابُهُم عَلَى اللهِ».
„Mir wurde befohlen, die Menschen (so lange) zu bekämpfen, bis sie bezeugen, dass es keinen Anbetungswürdigen gibt, außer Allah und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist, sie das Gebet verrichten und die Pflichtabgabe („Zakah“) entrichten. Wenn sie dies tun, so haben sie ihr Blut und ihren Besitz vor mir geschützt - außer (ihr Blut wird vergossen oder ihr Besitz genommen) mit dem Recht des Islams (durch islamische Rechtsprechung) - und ihre Abrechnung liegt bei Allah.“ Und die Bedeutung seiner - Allahs Segen und Frieden auf ihm - Aussage:
«حَتَّى يَشْهَدُوا أَن لَا إِلهَ إِلَّا اللهُ».
„bis sie bezeugen, dass es keinen Anbetungswürdigen gibt, außer Allah“, also bis sie die Anbetung aufrichtig Allah widmen, und sonst keinem anderen außer Ihm.
Die Muschrikun hatten Angst vor den Jinn und baten sie um Schutz. Als Antwort darauf offenbarte Allah - erhaben ist Er - Seine Aussage:
﴿وَأَنَّهُ كَانَ رِجَالٌ مِنَ الْإِنْسِ يَعُوذُونَ بِرِجَالٍ مِنَ الْجِنِّ فَزَادُوهُمْ رَهَقًا6﴾
„Und (manche) Männer unter den Menschen pflegten Zuflucht zu nehmen bei (einigen) Männern von den Jinn, doch mehrten sie so (bei) ihnen Elend.“ [Al-Jinn:6] Die Leute (und Gelehrten) des Tafsirs sagten über diesen edlen Vers: „Die Bedeutung Seiner Aussage:
﴿...فَزَادُوهُمْ رَهَقًا﴾
‚[...], doch mehrten sie so (bei) ihnen Elend‘, bedeutet: Aus Schrecken und Furcht, denn die Jinn sind von Natur aus hochmütig und arrogant in ihrem Wesen, wenn sie sehen, dass die Menschen Zuflucht bei ihnen suchen. Dann verbreiten sie noch mehr Angst und Schrecken, damit diese sie noch mehr anbeten und Zuflucht bei ihnen suchen.“
Allah hat den Muslimen jedoch einen Ersatz dafür zukommen lassen, nämlich die Zufluchtsuche („Isti'adhah“) bei Ihm - gepriesen sei Er - und durch Seine vollkommenen Worte. Diesbezüglich hat Er Seine - erhaben ist Seine Majestät - Aussage hinabgesandt:
﴿وَإِمَّا يَنْزَغَنَّكَ مِنَ الشَّيْطَانِ نَزْغٌ فَاسْتَعِذْ بِاللَّهِ إِنَّهُ سَمِيعٌ عَلِيمٌ200﴾
„Und wenn dich vom Satan (auch nur) eine (leichte) Einflüsterung (und Abhaltung vom Guten) aufstacheln sollte, dann suche Zuflucht bei Allah. Wahrlich, Er ist allhörend und allwissend.“ [Al-A'raf:200] Und Seine - erhaben ist Seine Majestät - Aussage:
﴿قُلْ أَعُوذُ بِرَبِّ الْفَلَقِ1﴾
„Sag: ‚Ich nehme Zuflucht beim Herrn des Tagesanbruchs.‘“ Und es wurde authentisch über den Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - überliefert, dass er sagte:
«مَنْ نَزَلَ مَنْزِلًا فَقَالَ: (أَعُوذُ بِكَلِمَاتِ اللهِ التَّامَّاتِ مِنْ شَرِّ مَا خَلَقَ)؛ لَم يَضُرَّهُ شَيءٌ حَتَّى يَرْتَحِلَ مِنْ مَنْزِلِهِ ذَلِكَ».
„Wer sich an einem Ort niederlässt und daraufhin sagt: ‚Ich nehme Zuflucht bei den vollkommenen Worten Allahs vor dem Übel, das Er erschaffen hat‘ („A'udhu bi-Kalimatillahi At-Tammati min Scharri ma Khalaq“), so wird ihm kein Schaden zugefügt werden, bis er jenen seinen Ort (wieder) verlässt.“
Aus den zuvor genannten Versen und Hadithen wird der Suchende nach Rettung und derjenige, der sein religiöses Leben bewahren und sich vor Schirk - sowohl in seiner feinen als auch in seiner deutlichen Form - schützen möchte, erkennen, dass die Bindung an Verstorbene, Engel, Jinn und andere Geschöpfe, ihr Anrufen, das Suchen von Zuflucht bei ihnen und Ähnliches zu den Taten der Muschrikun der vorislamischen Zeit gehört und zu den abscheulichsten Formen des Schirks an Allah - gepriesen sei Er - zählt. Es ist daher verpflichtend, dies zu unterlassen, sich davor zu hüten, andere zur Vermeidung anzuhalten und diejenigen zu tadeln, die es tun.
Und was diejenigen unter den Menschen betrifft, die für solche Schirk-Handlungen bekannt sind: So ist es nicht erlaubt, sie zu heiraten, von ihrem geschlachteten (Tier) zu essen, für sie das Totengebet zu verrichten oder hinter ihnen zu beten, bis sie ihre Reue gegenüber Allah - erhaben ist Er - öffentlich erklären und ihre Bittgebete und Anbetung ausschließlich Allah widmen. Denn das Bittgebet selbst ist die (eigentliche) Anbetung, ja sogar ihr Kern, wie der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte:
«الدُّعَاءُ هُوَ العِبَادَةُ».
„Das Bittgebet ist die (eigentliche) Anbetung.“ Und es wurde über ihn - Allahs Segen und Frieden auf ihm - in einem anderen Wortlaut berichtet, dass er sagte:
«الدُّعَاءُ مُخُّ العِبَادَةِ».
„Das Bittgebet ist das Gehirn/der Kern der Anbetung.“ Was das Heiraten mit den Muschrikun betrifft, so sagte Allah - erhaben ist Er - bereits:
﴿وَلَا تَنْكِحُوا الْمُشْرِكَاتِ حَتَّى يُؤْمِنَّ وَلَأَمَةٌ مُؤْمِنَةٌ خَيْرٌ مِنْ مُشْرِكَةٍ وَلَوْ أَعْجَبَتْكُمْ وَلَا تُنْكِحُوا الْمُشْرِكِينَ حَتَّى يُؤْمِنُوا وَلَعَبْدٌ مُؤْمِنٌ خَيْرٌ مِنْ مُشْرِكٍ وَلَوْ أَعْجَبَكُمْ أُولَئِكَ يَدْعُونَ إِلَى النَّارِ وَاللَّهُ يَدْعُو إِلَى الْجَنَّةِ وَالْمَغْفِرَةِ بِإِذْنِهِ وَيُبَيِّنُ آيَاتِهِ لِلنَّاسِ لَعَلَّهُمْ يَتَذَكَّرُونَ221﴾
„Und heiratet nicht Götzendienerinnen, bis sie glauben. Und eine gläubige Sklavin ist gewiss besser als eine Götzendienerin, auch wenn diese euch gefallen sollte. Und verheiratet nicht (gläubige Frauen) mit Götzendienern, bis sie glauben. Und ein gläubiger Sklave ist gewiss besser als ein Götzendiener, auch wenn dieser euch gefallen sollte. Jene laden zum (Höllen)feuer ein, aber Allah lädt zum (Paradies)garten und zur Vergebung ein, mit Seiner Erlaubnis. Und Er macht den Menschen Seine Zeichen klar, auf dass sie bedenken mögen.“ [Al-Baqarah:221] Allah - gepriesen sei Er - untersagte den Muslimen, Frauen der Muschrikun zu heiraten - seien es Anbeter von Götzen, Jinn, Engeln oder Ähnlichem -, bis sie daran glauben, die Anbetung aufrichtig und allein für Allah zu verrichten, den Gesandten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - bei dem, womit er gekommen ist, bestätigen (und daran glauben) und seinem Weg folgen. Ebenso verbot Er, dass muslimische Frauen mit Muschrikun verheiratet werden, bis sie daran glauben, die Anbetung aufrichtig und allein für Allah zu verrichten, den Gesandten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - bestätigen (und an ihn glauben) und ihm Folge leisten.
Er - gepriesen sei Er - berichtete, dass die gläubige Sklavin besser ist als die freie Götzendienerin, selbst wenn derjenige, der sie betrachtet, von ihrer Schönheit und ihrer guten Ausdruckweise beeindruckt ist. Ebenso ist der gläubige Diener besser als der freie Götzendiener, auch wenn derjenige, der ihn hört oder ansieht, von seiner Schönheit, Redegewandtheit, Tapferkeit und Ähnlichem beeindruckt ist. Dann erläuterte Er die Gründe für diese Bevorzugung mit Seinen - gepriesen sei Er - Worten:
﴿...أُولَئِكَ يَدْعُونَ إِلَى النَّارِ...﴾
„[...]. Jene laden zum (Höllen)feuer ein, [...].“ [Al-Baqarah:221] Gemeint sind damit die Muschrikun - Männer wie Frauen -, denn sie sind Rufer zum Höllenfeuer durch ihre Aussagen, ihre Handlungen, ihren Lebenswandel und ihren Charakter. Die gläubigen Männer und Frauen hingegen laden durch ihren Charakter, ihre Taten und ihren Lebenswandel zum Paradiesgarten ein. Wie könnten diese beiden Gruppen einander gleich sein!
Was das Verrichten des Totengebets für die Muschrikun angeht, so hat Er - majestätisch und erhaben ist Er - in Bezug auf die Heuchler gesagt:
﴿وَلَا تُصَلِّ عَلَى أَحَدٍ مِنْهُمْ مَاتَ أَبَدًا وَلَا تَقُمْ عَلَى قَبْرِهِ إِنَّهُمْ كَفَرُوا بِاللَّهِ وَرَسُولِهِ وَمَاتُوا وَهُمْ فَاسِقُونَ84﴾
„Und bete niemals über jemandem von ihnen, der gestorben ist, und stehe nicht an seinem Grab! Sie verleugneten ja Allah und Seinen Gesandten, und sie starben als Frevler.“ [At-Taubah:84] Somit hat Er - majestätisch und erhaben ist Er - in diesem edlen Vers klargestellt, dass für den Heuchler und den Ungläubigen (das Totengebet) nicht verrichtet wird, aufgrund ihres Unglaubens gegenüber Allah und Seinen Gesandten. Ebenso wird nicht hinter ihnen gebetet, und sie werden nicht zu Vorbetern für die Muslime gemacht, wegen ihres Unglaubens und ihrer fehlenden Vertrauenswürdigkeit, wegen der großen Feindschaft zwischen ihnen und den Muslimen, und weil sie nicht zu den Leuten des Gebets und der Anbetung gehören, denn mit Unglauben und Götzendienst bleibt keine Tat bestehen. Wir bitten Allah um Bewahrung davor. Und was den Verzehr des Geschlachteten der Muschrikun betrifft, so sagte Er - erhaben ist Seine Majestät - zur Darlegung des Verbots von Verendeten und der Schlachtungen der Muschrikun:
﴿وَلَا تَأْكُلُوا مِمَّا لَمْ يُذْكَرِ اسْمُ اللَّهِ عَلَيْهِ وَإِنَّهُ لَفِسْقٌ وَإِنَّ الشَّيَاطِينَ لَيُوحُونَ إِلَى أَوْلِيَائِهِمْ لِيُجَادِلُوكُمْ وَإِنْ أَطَعْتُمُوهُمْ إِنَّكُمْ لَمُشْرِكُونَ121﴾
„Und esst nicht von dem, worüber der Name Allahs nicht ausgesprochen worden ist. Das ist gewiss Frevel. Und wahrlich, die Satane geben ihren Schützlingen ein, damit sie mit euch streiten. Und wenn ihr ihnen gehorcht, seid ihr fürwahr Götzendiener.“ [Al-An'am:121] So hat Er - erhaben ist Seine Majestät - den Muslimen untersagt, Verendetes und das Geschlachtete eines Muschriks zu essen, da er unrein ist. Daher entspricht sein Geschlachtetes im Urteil dem Verendeten, selbst wenn er dabei den Namen Allahs erwähnt, denn seine Nennung ist ungültig und ohne Wirkung, da sie eine Anbetung ist, und der Schirk macht die Anbetung zunichte und macht sie ungültig, bis der Muschrik reumütig zu Allah - gepriesen sei Er - zurückkehrt. Und Er - erhaben ist Seine Majestät - hat lediglich die Speise der Leute der Schrift erlaubt, und dies durch Seine - gepriesen sei Er - Aussage:
﴿...وَطَعَامُ الَّذِينَ أُوتُوا الْكِتَابَ حِلٌّ لَكُمْ وَطَعَامُكُمْ حِلٌّ لَهُمْ...﴾
„[...]. Und die Speise derjenigen, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, [...].“ [Al-Maidah:5] Dies, da sie sich einer himmlischen Religion zuschreiben und behaupten, zu den Anhängern Musas und 'Isas zu gehören, auch wenn sie darin lügen. Und Allah hat bereits ihre Religion aufgehoben und für ungültig erklärt durch die Entsendung Muhammads - Allahs Segen und Frieden auf ihm - an die gesamte Menschheit. Doch Allah - hoch und erhaben ist Er - hat uns die Speise der Leute der Schrift und ihre Frauen erlaubt, aus einer durchdringenden Weisheit und vorhandenen Geheimnissen, die die Gelehrten verdeutlicht haben. All dies im Gegensatz zu den Muschrikun unter den Anbetern der Götzen und der Toten - seien es Propheten, Gefolgsleute („Awliya“) oder andere -, denn ihre Religion hat keinen Ursprung und keine Scheinargumente, denn sie ist von Grund auf falsch. Daher ist das Geschlachtete ihrer Anhänger etwas Verendetes und ihr Verzehr ist nicht erlaubt.
Was jedoch die Aussage einer Person zu demjenigen betrifft, den sie anspricht: „Ein Jinn hat dich getroffen“, „Ein Jinn hat dich gepackt“, „Ein Satan ist mit dir davongeflogen“ und Ähnliches, so gehört dies zum Bereich der Beschimpfung und Beleidigung. Dies ist unter Muslimen nicht erlaubt, ebenso wie alle Arten von Beschimpfung und Beleidigung. Das gehört aber nicht zum Bereich des Schirks, außer wenn derjenige, der dies sagt, glaubt, dass die Jinn eigenständig über die Menschen ohne die Erlaubnis und den Willen Allahs verfügen. Wer nun dies in Bezug auf die Jinn oder andere Geschöpfe glaubt, der ist aufgrund dieser Glaubenslehre zum Ungläubigen („Kafir“) geworden; denn Allah - gepriesen sei Er - ist der Besitzer aller Dinge und zu allem fähig. Und Er ist Derjenige, Der Nutzen und Schaden herbeibringt, und es gibt nichts, außer mit Seiner Erlaubnis, Seinem Willen und Seiner vorherbestimmten Bestimmung, wie Er - erhaben ist Seine Majestät - Seinem Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - anordnete, die Menschen über dieses gewaltige Grundprinzip zu informieren:
﴿قُلْ لَا أَمْلِكُ لِنَفْسِي نَفْعًا وَلَا ضَرًّا إِلَّا مَا شَاءَ اللَّهُ وَلَوْ كُنْتُ أَعْلَمُ الْغَيْبَ لَاسْتَكْثَرْتُ مِنَ الْخَيْرِ وَمَا مَسَّنِيَ السُّوءُ إِنْ أَنَا إِلَّا نَذِيرٌ وَبَشِيرٌ لِقَوْمٍ يُؤْمِنُونَ188﴾
„Sag: ‚Ich verfüge für mich selbst weder Nutzen noch Schaden, außer was Allah will. Und wenn ich das Verborgene wüsste, würde ich mir fürwahr viel Gutes verschaffen, und Schlechtes würde mich nicht treffen. Ich bin ja nur ein Warner und ein Frohbote für Leute, die glauben.‘“ [Al-A'raf:188] Wenn also der Führer unter den Geschöpfen und der Vorzüglichste unter ihnen - Segen und Frieden auf ihm - nicht einmal für sich selbst Nutzen noch Schaden zu verfügen vermag, außer was Allah will, wie steht es dann erst mit anderen Geschöpfen?! Und die Verse mit dieser Bedeutung sind zahlreich.
Was das Befragen von Wahrsagern, Scharlatanen, Astrologen und ihresgleichen betrifft - von jenen, die sich mit Nachrichten über das Verborgene befassen -, so ist dies verwerflich und nicht erlaubt. Ihnen Glauben zu schenken ist noch schwerwiegender und verwerflicher, ja es gehört zu den Bereichen des Unglaubens, aufgrund der Aussage des Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm -:
«مَنْ أَتَى عَرَّافًا فَسَأَلَهُ عَنْ شَيءٍ؛ لَمْ تُقْبَلْ لَهُ صَلَاةٌ أَرْبَعِينَ يَومًا».
„Wer einen Wahrsager aufsucht und ihn nach etwas fragt, dessen Gebet wird vierzig Nächte lang nicht angenommen.“ Überliefert von Muslim in seinem „Sahih-Werk“. Und ebenso in seinem „Sahih-Werk“ wird über Mu'awiyah Ibn Al-Hakam As-Sulami - möge Allah mit ihm zufrieden sein - überliefert,
«أَنَّ النَّبيَّ ﷺ نَهَى عَنْ إِتْيَانِ الكُهَّانِ وَسُؤَالِهِم».
dass der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - es untersagte, Wahrsager aufzusuchen und sie zu befragen.
Und die Verfasser der „Sunan-Werke“ überlieferten über den Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm -, dass er sagte:
«مَنْ أَتَى كَاهِنًا، فَصَدَّقَهُ بِمَا يَقُولُ؛ فَقَدْ كَفَرَ بِمَا أُنْزِلَ عَلَى مُحَمَّدٍ ﷺ».
„Wer zu einem Wahrsager geht und ihm bei dem, was er sagt, Glauben schenkt, so hat dieser Unglaube an dem begangen, was Muhammad offenbart wurde.“ Und die Hadithe diesbezüglich sind zahlreich. Es ist daher für die Muslime verpflichtend, sich davor zu hüten, Wahrsager, Scharlatane und alle anderen, die sich mit Nachrichten über das Verborgene beschäftigen und die Muslime täuschen, zu befragen - sei es unter dem Vorwand der Medizin oder aus einem sonstigen Grund - aufgrund des vorhergehenden Verbots des Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - und seiner Warnung davor. Dazu zählt auch, was manche Personen unter dem Vorwand der Medizin über verborgene Dinge behaupten. Wenn sie zum Beispiel am Turban eines kranken Mannes oder am Kopftuch einer kranken Frau oder Ähnliches riechen, sagen sie: „Dieser Patient oder diese Patientin hat dies oder das getan“, in Bezug auf Dinge des Verborgenen, auf die weder der Turban des Kranken noch Ähnliches irgendeinen Hinweis gibt. Der Zweck davon ist lediglich, die Allgemeinheit zu täuschen, damit diese sagen: „Er kennt sich in der Medizin aus, kennt die Arten von Krankheiten und deren Ursachen.“ Vielleicht geben sie ihnen auch einige Medikamente, und vielleicht geschieht die Heilung durch Allahs Vorherbestimmung, sodass sie glauben, dass sie durch seine Medikamente verursacht wurde. Und vielleicht ist die Krankheit auf die Einwirkungen einiger Jinn und Satane zurückzuführen, die diesem angeblichen Mediziner dienen und ihm über manche verborgenen Dinge berichten, die sie kennen. Er verlässt sich dann darauf und stellt die Jinn und Satane durch die für sie angemessene Form der Anbetung zufrieden, woraufhin sie sich von diesem Kranken zurückziehen und den Schaden, den sie ihm zugefügt hatten, entfernen. Dies ist eine bekannte Tatsache über Jinn und Satane und diejenigen, die sie benutzen.
Es ist ebenfalls verpflichtend für die Muslime, sich davor in Acht zu nehmen, sich zu raten, dies zu unterlassen und ihr Vertrauen auf Allah - gepriesen sei Er - zu setzen und sich in allen Angelegenheiten auf Ihn zu verlassen. Es ist unbedenklich, (islamisch) vorgeschriebene Ruqyah und erlaubte Arzneien zu benutzen sowie sich bei Ärzten behandeln zu lassen, die den Patienten untersuchen und seine Krankheit durch sinnlich erfassbare und vernünftige Ursachen feststellen. Es wurde authentisch über den Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - überliefert, dass er sagte:
«مَا أَنْزَلَ اللهُ دَاءً إِلَّا أَنْزَلَ لَهُ شِفَاءً، عَلِمَهُ مَنْ علِمه، وَجَهِلَهُ مَنْ جَهِلَهُ».
„Allah sandte keine Krankheit herab, außer dass Er hierfür eine Heilung herabsandte. Es kennt sie, wer sie kennt, und es ist unwissend darüber, wer unwissend darüber ist.“ Und er - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte:
«لِكُلِّ دَاءٍ دَوَاءٌ، فإِذَا أُصِيبَ دَوَاءٌ الدَّاءَ بََرَأَ بِإِذْنِ اللهِ».
„Für jede Krankheit gibt es ein Heilmittel. Wenn das Heilmittel die Krankheit trifft, heilt sie (auch) mit der Erlaubnis Allahs.“ Und er - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte:
«عِبَادَ اللهِ، تَدَاوَوا وَلَا تَدَاوَوا بِحَرَامٍ».
„(O) Diener Allahs, behandelt euch selbst (mit erlaubten Heilmitteln), aber behandelt euch nicht mit etwas Verbotenem.“ Und die Hadithe diesbezüglich sind zahlreich.
Wir bitten Allah - erhaben ist Seine Majestät - die Lage aller Muslime zu verbessern, ihre Herzen und Körper von jedem Übel zu heilen, sie auf der Rechtleitung zu vereinen und uns sowie sie vor den Irrwegen der Versuchungen und vor dem Gehorsam gegenüber Satan und seinen Gefolgsleuten zu bewahren. Wahrlich, Er ist zu allem mächtig. Und es gibt keine Macht und keine Kraft außer bei Allah, dem Hohem, dem Allmächtigen.
Und Allahs Segen und Frieden seien auf unserem Propheten Muhammad, seiner Familie und seinen Gefährten.
***
بِسْمِ اللهِ الرَّحمَنِ الرَّحِيمِ
Die vierte Niederschrift:
Das Urteil in Bezug auf die Anbetung (Allahs) durch Bittformeln („Aurad“), die Neuerungen und Schirk beinhalten
Von 'Abdul-'Aziz Ibn 'Abdillah Ibn Baz an den geehrten Bruder (…), möge Allah ihm zu allem Guten Erfolg verleihen, Amin.
Salamun 'Alaykum wa Rahmatullahi wa Barakatuh.
Um fortzufahren: Euer ehrenwertes Schreiben ist bei mir eingetroffen - möge Allah euch durch Seine Rechtleitung erreichen lassen - und was er an Information enthielt, nämlich dass es in eurem Land Menschen gibt, die an bestimmten Bittformeln („Aurad“) festhalten, für die Allah keinerlei Beweis herabgesandt hat. Darunter sind solche, die Neuerungen darstellen, und darunter sind solche, die Schirk beinhalten. Dies schreiben sie dem Führer der Gläubigen, 'Ali Ibn Abi Talib - möge Allah mit ihm zufrieden sein -, und anderen zu. Und sie lesen diese Aurad in Sitzungen des Gedenkens oder in den Moscheen nach dem Abendgebet (Maghrib) wobei sie behaupten, dass dies eine Annäherung an Allah sei, wie etwa ihre Worte: „Beim Recht Allahs, o Männer Allahs, helft uns mit der Hilfe Allahs, und seid unsere Hilfe durch Allah.“ Und wie ihre Worte: „O (geistliche) Pole, o Führer, antwortet, o ihr Besitzer der Hilfen unter uns, und leistet Fürsprache bei Allah. Dieser euer Diener steht hier und verharrt an eurer Tür, und fürchtet sich vor seinem Mangel. Hilf uns in der Notlage, o Gesandter Allahs! Ich habe keinen außer euch, zu dem ich gehe, und von euch wird das Anliegen erfüllt. Ihr seid die nahestehenden Leute Allahs. Bei Hamzah, dem Führer der Märtyrer, und bei wem von euch auch immer es für uns Unterstützung gibt: Hilf uns in der Notlage, o Gesandter Allahs!“ Und wie ihre Worte: „O Allah, segne denjenigen, den Du zum Anlass für das Aufbrechen Deiner allmächtigen Geheimnisse und zum Hervortreten Deiner barmherzigen Lichter gemacht hast, sodass er zu einem Stellvertreter der Anwesenheit des Herrn und zu einem Nachfolger Deiner wesentlichen Geheimnisse wurde.“
Ferner habt ihr um eine Klarstellung gebeten, was davon als Neuerung („Bid'ah“) und was als Schirk einzustufen ist, sowie um die Frage, ob das Gebet hinter einem Vorbeter („Imam“) gültig ist, der solche Bittgebete spricht. All das war (euch) bekannt?
Die Antwort: Alles Lob gebührt Allah allein, und Segen und Frieden seien auf dem, nach dem kein Prophet mehr kommt, sowie auf seiner Familie, seinen Gefährten und diejenigen, die durch sie bis zum Tag des Gerichts rechtgeleitet wurden.
Um fortzufahren: Wisse - möge Allah dir Erfolg verleihen -, dass Allah - gepriesen sei Er - die Schöpfung nur deshalb erschaffen und die Gesandten - Segen und Frieden sei auf ihnen - nur deshalb entsandt hat, damit Er allein angebetet wird, Der keinen Teilhaber hat, und sonst keiner außer Ihm, so wie der Erhabene sagte:
﴿وَمَا خَلَقْتُ الْجِنَّ وَالْإِنْسَ إِلَّا لِيَعْبُدُونِ56﴾
„Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“
[Adh-Dhariyat:56]
Und die Anbetung („'Ibadah“) - wie bereits dargelegt - ist: Der Gehorsam gegenüber Ihm - gepriesen sei Er - und Gehorsam gegenüber Seinem Gesandten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm -; durch die Handlung dessen, was Allah und Sein Gesandter angeordnet haben, und das Unterlassen dessen, was Allah und Sein Gesandter untersagt haben, aus Glauben („Iman“) an Allah und Seinen Gesandten, und mit Aufrichtigkeit gegenüber Allah in den Taten, mit der äußersten Liebe zu Allah und vollständiger Demut Ihm allein - erhaben ist Er - gegenüber, ohne irgendjemanden sonst, so wie der Erhabene sagte:
﴿وَقَضَى رَبُّكَ أَلَّا تَعْبُدُوا إِلَّا إِيَّاهُ...﴾
„Und dein Herr hat angeordnet, dass ihr nur Ihm dienen sollt, [...].“ [Al-Isra:23] Das heißt: Er hat geboten und angeordnet, dass Er allein angebetet wird. Und der Erhabene sagte:
﴿الْحَمْدُ لِلَّهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ2 الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ3 مَالِكِ يَوْمِ الدِّينِ4 إِيَّاكَ نَعْبُدُ وَإِيَّاكَ نَسْتَعِينُ5﴾
„Das Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten(bewohner),
dem Allerbarmer, dem Barmherzigen,
dem Herrscher am Tag des Gerichts.
Dir (allein) dienen wir, und zu Dir (allein) flehen wir um Hilfe.“ [Al-Fatihah:2-5] Allah - gepriesen sei Er und erhaben ist Er - hat durch diese Verse verdeutlicht, dass es Ihm alleine zusteht, angebetet zu werden, und dass allein bei Ihm Hilfe zu erbitten ist. Er - erhaben ist Seine Majestät - sagte:
﴿إِنَّآ أَنزَلۡنَآ إِلَيۡكَ ٱلۡكِتَٰبَ بِٱلۡحَقِّ فَٱعۡبُدِ ٱللَّهَ مُخۡلِصٗا لَّهُ ٱلدِّينَ2 أَلَا لِلَّهِ ٱلدِّينُ ٱلۡخَالِصُ...﴾
„Wir haben ja das Buch mit der Wahrheit zu dir hinabgesandt. So diene Allah und sei Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion.
Sicherlich, Allah gehört die aufrichtige Religion. [...].“ [Az-Zumar:2-3] Und der Erhabene sagte:
﴿فَادْعُوا اللَّهَ مُخْلِصِينَ لَهُ الدِّينَ وَلَوْ كَرِهَ الْكَافِرُونَ14﴾
„So ruft Allah an, (und seid) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.“ [Ghafir:14] Und der Erhabene sagte:
﴿وَأَنَّ الْمَسَاجِدَ لِلَّهِ فَلَا تَدْعُوا مَعَ اللَّهِ أَحَدًا18﴾
„Und die Gebetsstätten gehören ja Allah; so ruft neben Allah niemanden an.“ [Al-Jinn:18] Und die Verse, die diese Bedeutung haben, sind zahlreich; sie alle weisen auf die Pflicht hin, Allah allein anzubeten.
Es ist wohl bekannt, dass das Bittgebet in all seinen Formen eine Anbetung darstellt. Daher ist es niemandem erlaubt, jemand anderen anzurufen, außer seinen Herrn, noch um Hilfe oder Beistand während einer Notlage von jemand anderem als Ihm zu bitten, gemäß diesen edlen Versen und dem, was ihrem Sinn entspricht. Und dies gilt unabhängig von den gewöhnlichen, sinnlich erfassbaren Angelegenheiten, die von einem lebenden, gegenwärtigen Geschöpf bewältigt werden können. Denn dies gehört nicht zur Anbetung. Vielmehr ist es laut Quelltexten und Konsens erlaubt, dass ein Mensch bei einem lebenden und fähigen Menschen bei einer Sache um Hilfe bittet, in gewöhnlichen Angelegenheiten, die dieser bewältigen kann; zum Beispiel, Hilfe oder Beistand zu erbitten, um das Übel seines Kindes, seines Dieners, seines Hundes oder Ähnlichem abzuwehren. So kann z. B. ein Mensch bei einem lebenden Menschen um Hilfe bitten, sei er anwesend oder abwesend, durch sinnlich wahrnehmbare Mittel, wie durch schriftliche Mitteilungen oder Ähnliches, beim Bau seines Hauses, bei der Reparatur seines Autos etc. Dazu gehört auch, dass ein Mensch seine Gefährten beim Sich-Abmühen („Jihad“) oder Krieg während einer Notlage um Beistand bittet usw. Zu diesem Themenbereich zählt z. B. die Aussage Allahs - erhaben ist Er - in der Erzählung von Musa - Frieden und Segen sei auf ihm -:
﴿...فَاسْتَغَاثَهُ الَّذِي مِنْ شِيعَتِهِ عَلَى الَّذِي مِنْ عَدُوِّهِ...﴾
„[...] Da rief ihn derjenige, der von seiner Gruppierung war, zu Hilfe gegen denjenigen, der von seinen Feinden war. [...]“ [Al-Qasas:15]
Was jedoch das Bitten um Hilfe während einer Notlage (in Form von „Istighathah“) bei den Toten, den Jinn und den Engeln sowie bei Bäumen und Steinen betrifft, so gehört dies zum großen Schirk und ist von derselben Art wie die Taten der früheren Muschrikun gegenüber ihren Gottheiten, wie Al-'Uzza, Al-Lat und andere. Ebenso gilt dies für das Bitten um Hilfe während einer Notlage oder das Bitten um Unterstützung von jemandem unter den Lebenden, bei man annimmt, dass er eine besondere Nähe (zu Allah) hat, und dies bei Dingen, zu denen nur Allah imstande ist, wie die Heilung von Kranken, die Rechtleitung der Herzen, das Betreten des Paradiesgartens, das Erretten vor dem Feuer und Ähnliches.
Die zuvor erwähnten Verse und das, was inhaltlich durch andere Verse und Hadithe berichtet wurde: Alles weist darauf hin, dass die Herzen in allen Angelegenheiten auf Allah gerichtet werden müssen und dass die Anbetung allein Allah gegenüber aufrichtig sein muss, denn die Diener wurden zu diesem Zweck erschaffen und dies wurde ihnen angeordnet - wie bereits in den Versen erwähnt - und wie in der Aussage des Gepriesenen:
﴿وَاعْبُدُوا اللَّهَ وَلَا تُشْرِكُوا بِهِ شَيْئًا...﴾
„Und dient Allah und gesellt Ihm nichts bei. [...].“ [An-Nisa:36] Und dazu Seine Aussage - gepriesen ist Er -:
﴿وَمَا أُمِرُوا إِلَّا لِيَعْبُدُوا اللَّهَ مُخْلِصِينَ لَهُ الدِّينَ...﴾
„Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allah zu dienen und (dabei) Ihm gegenüber, als Anhänger des rechten Glaubens, aufrichtig in der Religion (zu sein) [...].“ [Al-Bayyinah:5] Und die Aussage des Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - beim Hadith von Mu'adh - möge Allah mit ihm zufrieden sein -:
«حَقُّ اللهِ عَلَى العِبَادِ أَنْ يَعْبُدُوهُ وَلَا يُشْرِكُوا بِهِ شَيْئًا».
„Das Recht Allahs gegenüber den Dienern ist, dass sie Ihm dienen und Ihm nichts beigesellen.“ Übereinstimmend als authentisch eingestuft. Und seine - Allahs Segen und Frieden auf ihm - Aussage beim Hadith von Ibn Mas'ud - möge Allah mit ihm zufrieden sein -:
«مَنْ مَاتَ وَهُوَ يَدْعُو لِلَّهِ نِدًّا؛ دَخَلَ النَّارَ».
„Wer stirbt und neben Allah jemand anderen anruft, der wird das Höllenfeuer betreten.“ Überliefert von Al-Bukhari. Und in den beiden „Sahih-Werken“ wird beim Hadith von Ibn 'Abbas - möge Allah mit beiden zufrieden sein - berichtet, dass als der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - Mu'adh in den Jemen schickte, er zu ihm sagte:
«إِنَّكَ تَأْتِي قَومًا أَهْلَ كِتَابٍ، فَلْيَكُنْ أَوَّلَ مَا تَدْعُوهُم إِلَيهِ شَهَادَةِ أَنْ لَا إِلهَ إِلَّا اللهُ».
„Du wirst zu einem Volk der (offenbarten) Schriften (d. h. Juden oder Christen) kommen, daher soll das Erste, wozu du sie aufrufst, das Glaubensbekenntnis sein, dass es keine Gottheit gibt, die zu Recht angebetet wird, außer Allah.“ Und in einem (anderen) Wortlaut (heißt es):
«اُدْعُهُمْ إِلَى شَهَادَةِ أَنْ لَا إِلهَ إِلَّا اللهُ وَأَنِّي رَسُولُ اللهِ».
„Rufe sie zum Glaubensbekenntnis, dass es keine Gottheit gibt, die zu Recht angebetet wird, außer Allah, und dass ich der Gesandte Allahs bin.“ Und in einer Überlieferung bei Al-Bukhari heißt es:
«فَلْيَكُنْ أَوَّلَ مَا تَدْعُوهُم إِلَى أَنْ يُوَحِّدُوا اللهَ».
„So soll das Erste, wozu du sie aufrufst, sein, dass sie Allah zum alleinigen Angebeteten machen.“ In „Sahih Muslim“ wird über Tariq Ibn Aschyam Al-Aschja'i - möge Allah mit ihm zufrieden sein - überliefert, dass der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte:
«مَنْ قَالَ: لَا إِلهَ إِلَّا اللهُ، وَكَفَرَ بِمَا يُعْبَدُ مِن دُونِ اللهِ؛ حَرُمَ مَالُهُ وَدَمُهُ، وَحِسَابُهُ عَلَى اللهِ جَلَّ جَلَالُهُ».
„Wer ‚La ilaha illa Allah‘ (Es gibt keine Gottheit, die zu Recht angebetet wird, außer Allah) sagt und dem gegenüber ungläubig ist/verleugnet („kafara“), was außer Allah angebetet wird, so ist sein Blut und sein Besitz verboten/unantastbar und seine Abrechnung liegt bei Allah - erhaben ist Seine Majestät.“ Und die Hadithe diesbezüglich sind zahlreich.
Dieser Tauhid ist das Fundament der Religion des Islams; er ist die Grundlage der Glaubensgemeinschaft, der Kern der Angelegenheit und die wichtigste der Pflichten. Er ist die Weisheit hinter der Erschaffung der beiden Schwerlastenden (die Menschen und die Jinn) und die Weisheit hinter der Entsendung aller Gesandten - Segen und Frieden sei auf ihnen -, wie die zuvor angeführten Verse darauf hingewiesen haben.
Dazu gehört auch die Aussage des Gepriesenen:
﴿وَمَا خَلَقْتُ الْجِنَّ وَالْإِنْسَ إِلَّا لِيَعْبُدُونِ56﴾
„Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“ [Adh-Dhariyat:56] Zu den weiteren Beweisen hierfür zählt auch Seine - erhaben ist Seine Majestät - Aussage:
﴿وَلَقَدْ بَعَثْنَا فِي كُلِّ أُمَّةٍ رَسُولًا أَنِ اعْبُدُوا اللَّهَ وَاجْتَنِبُوا الطَّاغُوتَ...﴾
„Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten entsandt (der sagte): ‚Dient Allah und meidet die falschen Götter („Taghut“).‘“ [An-Nahl:36] Und Seine Aussage - gepriesen und erhaben ist Er -:
﴿وَمَا أَرْسَلْنَا مِنْ قَبْلِكَ مِنْ رَسُولٍ إِلَّا نُوحِي إِلَيْهِ أَنَّهُ لَا إِلَهَ إِلَّا أَنَا فَاعْبُدُونِ25﴾
„Und Wir haben vor dir keinen Gesandten gesandt, außer dass Wir ihm eingaben: ‚Es gibt keinen Anbetungswürdigen, außer Mir, so dient Mir!‘“ [Al-Anbiya:25] Und Er - erhaben ist Seine Majestät - berichtete über Nuh, Hud, Salih und Schu'ayb - Frieden sei auf ihnen -, dass sie zu ihren Völkern sagten:
﴿...اعْبُدُوا اللَّهَ مَا لَكُمْ مِنْ إِلَهٍ غَيْرُهُ...﴾
„[...], dient Allah! Keinen Anbetungswürdigen habt ihr außer Ihm. [...].“ [Al-A'raf:59] Das ist der Aufruf aller Gesandten, wie dies die beiden vorhergehenden Verse gezeigt haben. Und selbst die Feinde der Gesandten haben eingestanden, dass die Gesandten ihnen angeordnet haben, Allah alleine anzubeten und die außer Ihm angebeteten Gottheiten abzulegen, so wie Er - erhaben ist Seine Majestät - in der Geschichte (des Volkes) 'Ads berichtete, dass sie zu Hud - Segen und Frieden sei auf ihm - sagten:
﴿...أَجِئْتَنَا لِنَعْبُدَ اللَّهَ وَحْدَهُ وَنَذَرَ مَا كَانَ يَعْبُدُ آبَاؤُنَا...﴾
„[...]‚Bist du zu uns gekommen, damit wir Allah allein dienen und das verlassen, dem unsere Väter zu dienen pflegten?‘ [...]!“ [Al-A'raf:70] Und Er - gepriesen und erhaben ist Er - sagte über Quraysch, als unser Prophet Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sie dazu aufrief, Allah in der Anbetung allein zu dienen und das aufzugeben, dem sie außer Ihm dienten - an Engeln, Gefolgsleuten („Awliya“), Götzen und Bäumen usw.:
﴿أَجَعَلَ الْآلِهَةَ إِلَهًا وَاحِدًا إِنَّ هَذَا لَشَيْءٌ عُجَابٌ5﴾
„Macht er denn die Gottheiten zu einem einzigen Gott? Wahrlich, das ist ja etwas sehr Verwunderliches.“ [Sad:5] Und Er - gepriesen sei Er und erhaben ist Er - sagte über sie:
﴿إِنَّهُمْ كَانُوا إِذَا قِيلَ لَهُمْ لَا إِلَهَ إِلَّا اللَّهُ يَسْتَكْبِرُونَ35 وَيَقُولُونَ أَئِنَّا لَتَارِكُوٓاْ ءَالِهَتِنَا لِشَاعِرٖ مَّجۡنُونِۭ36﴾
„Denn sie pflegten, wenn zu ihnen gesagt wurde: ‚Es gibt keinen Anbetungswürdigen, außer Allah‘, sich hochmütig zu verhalten,
und sagten: ‚Sollen wir denn wirklich unsere Gottheiten verlassen wegen eines besessenen Dichters?‘“ [As-Saffat:35-36] Die Verse, die auf diese Bedeutung hinweisen, sind zahlreich.
Aus dem, was wir an Versen und Hadithen erwähnt haben, wird dir deutlich - möge Allah mir und dir das Verständnis der Religion und die Einsicht in das Recht des Herrn der Welten gewähren -, dass diese Bittgebete und Arten der Bitten um Hilfe während einer Notlage („Istighathah“), die du in deiner Frage erwähnt hast, allesamt zu den Arten des großen Schirks gehören, denn sie sind eine Anbetung anderer als Allah und ein Bitten um Dinge, zu denen außer Ihm niemand unter den Verstorbenen und Abwesenden fähig ist. Und dies ist noch verwerflicher als der Schirk der Früheren, denn die Früheren pflegten nur im Zustand der Erleichterung (und des Wohlstands) Schirk zu begehen. Doch in Zeiten der Not richten sie die Anbetung ausschließlich an Allah, weil sie wissen, dass Er - gepriesen sei Er - der Einzige ist, Der sie aus der Not retten kann, ohne einen anderen (Teilhaber neben Ihm). So sagte der Erhabene in Seinem klaren Buch über jene Muschrikun:
﴿فَإِذَا رَكِبُواْ فِي ٱلۡفُلۡكِ دَعَوُاْ ٱللَّهَ مُخۡلِصِينَ لَهُ ٱلدِّينَ فَلَمَّا نَجَّىٰهُمۡ إِلَى ٱلۡبَرِّ إِذَا هُمۡ يُشۡرِكُونَ65﴾
„Wenn sie dann ein Schiff besteigen, rufen sie Allah an, (wobei sie hierbei) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (sind). Wenn Er sie dann ans Land errettet, gesellen sie sogleich (Ihm wieder andere) bei.“ [Al-'Ankabut:65] Und Er - gepriesen sei Er und erhaben ist Er - sprach sie in einem anderen Vers an:
﴿وَإِذَا مَسَّكُمُ ٱلضُّرُّ فِي ٱلۡبَحۡرِ ضَلَّ مَن تَدۡعُونَ إِلَّآ إِيَّاهُۖ فَلَمَّا نَجَّىٰكُمۡ إِلَى ٱلۡبَرِّ أَعۡرَضۡتُمۡۚ وَكَانَ ٱلۡإِنسَٰنُ كَفُورًا67﴾
„Und wenn euch auf dem Meer ein Schaden trifft, entschwinden (euch) diejenigen, die ihr außer Ihm anruft. Aber nachdem Er euch ans Festland errettet hat, wendet ihr euch (von Ihm) ab. Und der Mensch ist eben sehr undankbar.“
[Al-Isra:67]
Was wäre, wenn nun jemand von diesen späteren Muschrikun sagen würde: „Wir meinen nicht, dass jene ihnen selbst nützen oder unsere Kranken selbst heilen oder uns selbst nützen oder schaden, sondern wir beabsichtigen ihre Fürsprache bei Allah dafür.“?
Die Antwort lautet, dass zu ihm gesagt wird: Dies war das Ziel und die Absicht der früheren Ungläubigen, (und ihr Ziel und ihre Absicht war) nicht dass ihre Götter selbst erschaffen, versorgen, nützen oder schaden könnten, denn dies wird durch das, was Allah über sie im Quran erwähnt hat, zurückgewiesen. Vielmehr wollten sie ihre Fürsprache und ihren Einfluss sowie ihre Nähe zu Allah erlangen, so wie Er - gepriesen sei Er und erhaben ist Er - sagte:
﴿وَيَعۡبُدُونَ مِن دُونِ ٱللَّهِ مَا لَا يَضُرُّهُمۡ وَلَا يَنفَعُهُمۡ وَيَقُولُونَ هَٰٓؤُلَآءِ شُفَعَٰٓؤُنَا عِندَ ٱللَّهِ...﴾
„Und sie dienen anstatt Allahs, was ihnen weder schadet noch nützt und sagen: ‚Das sind unsere Fürsprecher bei Allah.‘“ [Yunus:18] Da antwortete ihnen Allah mit Seiner Aussage:
﴿...قُلۡ أَتُنَبِّـُٔونَ ٱللَّهَ بِمَا لَا يَعۡلَمُ فِي ٱلسَّمَٰوَٰتِ وَلَا فِي ٱلۡأَرۡضِۚ سُبۡحَٰنَهُۥ وَتَعَٰلَىٰ عَمَّا يُشۡرِكُونَ﴾
„Sag: ‚Wollt ihr denn Allah kundtun, was Er nicht kennt, weder in den Himmeln noch auf der Erde?‘ Gepriesen sei Er und erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen.“ [Yunus:18] So machte Er - gepriesen sei Er - deutlich, dass es weder in den Himmeln noch auf der Erde einen Fürsprecher bei Ihm gibt, in der Weise, wie die Muschrikun es beabsichtigen. Und was gemäß Allahs Wissen nicht existiert, das existiert nicht, denn Ihm bleibt nichts verborgen. Und der Erhabene sagte:
﴿تَنزِيلُ ٱلۡكِتَٰبِ مِنَ ٱللَّهِ ٱلۡعَزِيزِ ٱلۡحَكِيمِ 1 إِنَّآ أَنزَلۡنَآ إِلَيۡكَ ٱلۡكِتَٰبَ بِٱلۡحَقِّ فَٱعۡبُدِ ٱللَّهَ مُخۡلِصٗا لَّهُ ٱلدِّينَ2 أَلَا لِلَّهِ ٱلدِّينُ ٱلۡخَالِصُۚ وَٱلَّذِينَ ٱتَّخَذُواْ مِن دُونِهِۦٓ أَوۡلِيَآءَ مَا نَعۡبُدُهُمۡ إِلَّا لِيُقَرِّبُونَآ إِلَى ٱللَّهِ زُلۡفَىٰٓ إِنَّ ٱللَّهَ يَحۡكُمُ بَيۡنَهُمۡ فِي مَا هُمۡ فِيهِ يَخۡتَلِفُونَۗ إِنَّ ٱللَّهَ لَا يَهۡدِي مَنۡ هُوَ كَٰذِبٞ كَفَّارٞ3﴾
„(Dies ist) die Hinabsendung des Buches von Allah, dem Allmächtigen und dem Allweisen.
Wir haben ja das Buch mit der Wahrheit zu dir hinabgesandt. So diene Allah und sei Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion.
Sicherlich, Allah gehört die aufrichtige Religion. Diejenigen aber, die sich anstatt Seiner Schutzherren nehmen (sagen): ‚Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Zutritt in Allahs Nähe verschaffen‘ -, wahrlich, Allah wird zwischen ihnen richten über das, worüber sie uneinig sind. Wahrlich, Allah leitet nicht recht, wer ein Lügner und beharrlicher Ungläubiger ist.“ [Az-Zumar:1-3]
Und die Bedeutung von „Ad-Din“ („Religion“) ist hier: Die „Anbetung“ („'Ibadah“), und dies ist der Gehorsam gegenüber Allah und der Gehorsam gegenüber Seinem Gesandten - Allahs Segen und Frieden auf ihm -, wie bereits erwähnt, und darunter fallen: das Bittgebet und das Bitten um Hilfe während einer Notlage (in Form von „Istighathah“), die Furcht und Hoffnung, das Schlachten und das Gelübde. Ebenso gehören dazu: das Gebet, das Fasten und weitere Sachen, die Allah und Sein Gesandter angeordnet haben. So hat Er - gepriesen sei Er - klargestellt, dass die Anbetung ausschließlich Ihm zusteht und dass es für die Diener verpflichtend ist, sie Ihm allein aufrichtig darzubringen - erhaben ist Seine Majestät -, denn Sein Befehl an den Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm -, die Anbetung Ihm allein aufrichtig zu widmen, ist ein Befehl an alle Angehörigen dieser Gemeinschaft.
Hierauf machte Er - mächtig und erhaben ist Er - die Angelegenheit der Ungläubigen deutlich, so sagte Er:
﴿...وَٱلَّذِينَ ٱتَّخَذُواْ مِن دُونِهِۦٓ أَوۡلِيَآءَ مَا نَعۡبُدُهُمۡ إِلَّا لِيُقَرِّبُونَآ إِلَى ٱللَّهِ زُلۡفَىٰٓ...﴾
„Diejenigen aber, die sich anstatt Seiner Schutzherren nehmen (sagen): ‚Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Zutritt in Allahs Nähe verschaffen.‘“ [Az-Zumar:3] Da antwortete ihnen Allah mit Seiner - gepriesen sei Er - Aussage:
﴿...إِنَّ ٱللَّهَ يَحۡكُمُ بَيۡنَهُمۡ فِي مَا هُمۡ فِيهِ يَخۡتَلِفُونَۗ إِنَّ ٱللَّهَ لَا يَهۡدِي مَنۡ هُوَ كَٰذِبٞ كَفَّارٞ﴾
„[...], wahrlich, Allah wird zwischen ihnen richten über das, worüber sie uneinig sind. Wahrlich, Allah leitet nicht recht, wer ein Lügner und beharrlicher Ungläubiger ist.“ [Az-Zumar:3] So berichtete Allah - gepriesen sei Er - in diesem edlen Vers, dass die Ungläubigen die Gefolgsleute („Awliya“) nicht anstelle von Ihm angebetet haben, außer damit diese sie Allah näherbringen. Und dies ist genau das Ziel der Ungläubigen - früher wie heute. Und Allah hat dies durch Seine - erhaben ist Er - Aussage für nichtig erklärt:
﴿...إِنَّ ٱللَّهَ يَحۡكُمُ بَيۡنَهُمۡ فِي مَا هُمۡ فِيهِ يَخۡتَلِفُونَۗ إِنَّ ٱللَّهَ لَا يَهۡدِي مَنۡ هُوَ كَٰذِبٞ كَفَّارٞ﴾
„[...], wahrlich, Allah wird zwischen ihnen richten über das, worüber sie uneinig sind. Wahrlich, Allah leitet nicht recht, wer ein Lügner und beharrlicher Ungläubiger ist.“ [Az-Zumar:3] So hat Allah - gepriesen sei Er - ihre Lüge in ihrer Behauptung erkenntlich gemacht, dass ihre Götter sie zu Allah näherbringen würden, und (Er hat) ihren Unglauben dadurch (offengelegt), dass sie ihnen Formen der Anbetung darbrachten. Dadurch erkennt jeder, der auch nur ein geringes Unterscheidungsvermögen besitzt, dass der Unglaube der früheren Ungläubigen einzig darin bestand, dass sie Propheten und Gefolgsleute, Bäume und Steine sowie andere Geschöpfe zu Fürsprechern zwischen sich und Allah nahmen. Und (ebenso verdeutlichte Er) ihre Glaubenslehre, dass sie ihre Bedürfnisse ohne Seine Erlaubnis und ohne Sein Wohlgefallen - gepriesen und erhaben ist Er - erfüllen würden, so wie z. B. Minister bei Königen Fürsprache einlegen. So verglichen sie Ihn - erhaben ist Seine Majestät - mit Königen und Anführern. Und sie sagten: „So wie jemand, der ein Anliegen bei einem König oder Anführer hat, sich durch dessen Vertraute und Minister an ihn wendet, so nähern auch wir uns Allah durch die Anbetung Seiner Propheten und Seiner Gefolgsleute.“ Dies jedoch gehört zu den nichtigsten Unwahrheiten, denn Er - gepriesen sei Er - hat keinen Ebenbürtigen, und Er wird nicht mit Seinen Geschöpfen verglichen. Und niemand leistet bei Ihm Fürsprache außer mit Seiner Erlaubnis zur Fürsprache, und Er erlaubt sie nur den Leuten des Tauhids. Er - gepriesen sei Er und erhaben ist Er - ist zu allem mächtig und weiß über alles Bescheid, und Er ist der Barmherzigste der Barmherzigen. Er fürchtet niemanden und hat vor niemandem Angst, denn Er - gepriesen sei Er - ist der Allbezwinger über Seine Diener und verfügt über sie, wie Er will. Im Gegensatz zu Königen und Anführern: Sie sind nicht zu allem fähig. Deshalb brauchen sie jemanden, der ihnen bei dem hilft, wozu sie möglicherweise nicht fähig sind - nämlich ihre Minister, ihre Vertrauten und ihre Soldaten. Ebenso sind sie darauf angewiesen, dass man ihnen die Anliegen derjenigen übermittelt, deren Bedürfnisse sie nicht kennen. Daher benötigen sie Personen aus dem Kreis ihrer Minister und Vertrauten, die sie für diese Menschen wohlwollend beeinflussen und besänftigen. Aber der Herr - mächtig und majestätisch ist Er - ist unabhängig von all Seinen Geschöpfen. Er ist barmherziger zu ihnen als ihre Mütter, und Er ist der gerechte Herrscher, Der alles an seinen Platz setzt gemäß Seiner Weisheit, Seinem Wirken und Seiner Macht. Daher darf Er in keiner Hinsicht mit Seinen Geschöpfen verglichen werden. Und deshalb hat Er - gepriesen sei Er - in Seinem Buch dargelegt, dass die Muschrikun eingestanden haben, dass Er der Schöpfer, der Versorger und der Verwalter ist, und dass Er es ist, Der den Bedrängten in einer Notlage erhört, das Übel beseitigt und lebendig macht und sterben lässt, sowie andere Seiner - gepriesen sei Er - Handlungen. Und der Streit zwischen den Muschrikun und den Gesandten bestand ja darin, die Anbetung ausschließlich Allah allein zu widmen, wie Er - erhaben ist Seine Majestät - sagte:
﴿وَلَئِن سَأَلۡتَهُم مَّنۡ خَلَقَهُمۡ لَيَقُولُنَّ ٱللَّهُ...﴾
„Wenn du sie nun fragst, wer sie erschaffen hat, sagen sie ganz gewiss: ‚Allah.‘“ [Az-Zukhruf:87] Und der Erhabene sagte:
﴿قُلۡ مَن يَرۡزُقُكُم مِّنَ ٱلسَّمَآءِ وَٱلۡأَرۡضِ أَمَّن يَمۡلِكُ ٱلسَّمۡعَ وَٱلۡأَبۡصَٰرَ وَمَن يُخۡرِجُ ٱلۡحَيَّ مِنَ ٱلۡمَيِّتِ وَيُخۡرِجُ ٱلۡمَيِّتَ مِنَ ٱلۡحَيِّ وَمَن يُدَبِّرُ ٱلۡأَمۡرَۚ فَسَيَقُولُونَ ٱللَّهُۚ فَقُلۡ أَفَلَا تَتَّقُونَ31﴾
„Sag: ‚Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde, oder wer verfügt über Gehör und Augenlicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten und bringt das Tote aus dem Lebendigen hervor? Und wer regelt die Angelegenheit?‘ So werden sie sagen: ‚Allah.‘ So sag: ‚Wollt ihr denn nicht (Allah) fürchten?‘“ [Yunus:31] Die Verse in diesem Zusammenhang sind zahlreich.
Bereits zuvor wurden die (Quran-)Verse angeführt, die belegen, dass der Streit zwischen den Gesandten und den Gemeinschaften einzig darin bestand, die Anbetung Allah allein aufrichtig zu widmen, wie Seine - gepriesen sei Er - Aussage:
﴿وَلَقَدۡ بَعَثۡنَا فِي كُلِّ أُمَّةٖ رَّسُولًا أَنِ ٱعۡبُدُواْ ٱللَّهَ وَٱجۡتَنِبُواْ ٱلطَّٰغُوتَ...﴾
„Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten entsandt (der sagte): ‚Dient Allah und meidet die falschen Götter (arab. „Taghut“).‘“ [An-Nahl:36] Sowie die weiteren Verse, die dieselbe Bedeutung enthalten. Und Er - gepriesen sei Er - hat an vielen Stellen Seines edlen Buches die Angelegenheit der Fürsprache dargelegt, so sagte der Erhabene:
﴿...مَن ذَا ٱلَّذِي يَشۡفَعُ عِندَهُۥٓ إِلَّا بِإِذۡنِهِ...﴾
„[...] Wer ist es, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte außer - mit Seiner Erlaubnis? [...].“ [Al-Baqarah:255] Und Er - mächtig und majestätisch ist Er - sagte:
﴿وَكَم مِّن مَّلَكٖ فِي ٱلسَّمَٰوَٰتِ لَا تُغۡنِي شَفَٰعَتُهُمۡ شَيۡـًٔا إِلَّا مِنۢ بَعۡدِ أَن يَأۡذَنَ ٱللَّهُ لِمَن يَشَآءُ وَيَرۡضَىٰٓ26﴾
„Und wie viele Engel gibt es in den Himmeln, deren Fürsprache nichts nützt, außer nachdem Allah es erlaubt hat, wem Er will und wer Sein Wohlgefallen findet.“ [An-Najm:26]
Und Er sagte in Bezug auf die Beschreibung der Engel:
﴿...وَلَا يَشۡفَعُونَ إِلَّا لِمَنِ ٱرۡتَضَىٰ وَهُم مِّنۡ خَشۡيَتِهِۦ مُشۡفِقُونَ﴾
„[...], und sie legen Fürsprache nur für denjenigen ein, dem Er zustimmt (und billigt). Und sie sind aus Furcht vor Ihm besorgt.“ [Al-Anbiya:28]
Und Er - erhaben ist Seine Majestät - berichtete, dass Er mit dem Unglauben für Seine Diener nicht zufrieden ist. Vielmehr ist Er mit der Dankbarkeit für sie zufrieden, und die Dankbarkeit ist Seinen Tauhid zu bezeugen und nach Seinem Gehorsam zu handeln. So sagte der Erhabene:
﴿إِن تَكۡفُرُواْ فَإِنَّ ٱللَّهَ غَنِيٌّ عَنكُمۡۖ وَلَا يَرۡضَىٰ لِعِبَادِهِ ٱلۡكُفۡرَۖ وَإِن تَشۡكُرُواْ يَرۡضَهُ لَكُمۡ...﴾
„Wenn ihr ungläubig seid, so ist Allah euch gegenüber unbedürftig, obgleich Er mit dem Unglauben für Seine Diener nicht zufrieden ist. Wenn ihr aber dankbar seid, ist Er damit zufrieden für euch. [...].“ [Az-Zumar:7]
Und Al-Bukhari überlieferte in seinem „Sahih-Werk“ über Abu Hurayrah - möge Allah mit ihm zufrieden sein -, dass er sagte: „O Gesandter Allahs, wer sind die glücklichsten Menschen in Bezug auf deine Fürsprache?“ Er antwortete:
«مَنْ قَالَ: لَا إِلهَ إِلَّا اللهُ خَالِصًا مِنْ قَلْبِهِ».
„Derjenige, der aufrichtig vom Herzen ‚La ilaha illa Allah‘ (Es gibt keine Gottheit, die zu Recht angebetet wird, außer Allah) sagt.“ Oder er sagte:
«مِنْ نَفْسِهِ».
„[...] aus seinem Inneren [...].“
Im „Sahih-Werk“ wird über Anas - möge Allah mit ihm zufrieden sein - überliefert, dass der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte:
«لِكُلِّ نَبِيٍّ دَعْوَةٌ مُسْتَجَابَةٌ، فَتَعَجَّلَ كُلُّ نَبِيٍّ دَعْوَتَهُ، وَإِنِّي اخْتَبَأْتُ دَعْوَتِي شَفَاعَةً لِأُمَّتِي يَوْمَ الْقِيَامَةِ، فَهِيَ نَائِلَةٌ إِنْ شَاءَ اللَّهُ مَنْ مَاتَ مِنْ أُمَّتِي لَا يُشْرِكُ بِاللَّهِ شَيْئًا».
„Jeder Prophet hat ein (sicher) erhörtes Bittgebet. So hat jeder Prophet sein Bittgebet bereits genutzt/vorgezogen, ich dagegen habe mein Bittgebet als Fürsprache für meine Gemeinschaft für den Tag der Auferstehung aufbewahrt/zurückgehalten. Es wird - so Allah will - denjenigen aus meiner Gemeinschaft zuteil, die sterben, ohne Allah irgendetwas beigesellt zu haben.“ Und die Hadithe diesbezüglich sind zahlreich.
Und alles, was wir an Versen und Hadithen erwähnt haben, weist darauf hin, dass die Anbetung allein das Recht Allahs ist, und dass es nicht erlaubt ist, etwas davon jemand anderem zuzuwenden - weder den Propheten noch anderen - und dass die Fürsprache Eigentum Allahs - erhaben ist Seine Majestät - ist, wie Er - gepriesen sei Er - sagte:
﴿قُل لِّلَّهِ ٱلشَّفَٰعَةُ جَمِيعٗا...﴾
„Sag: ‚Allah (allein) gehört alle Fürsprache.‘“ [Az-Zumar:44] Niemand hat sie (also die Fürsprache) verdient, außer mit Seiner Erlaubnis für den Fürsprecher und Seiner Zufriedenheit mit demjenigen, für den Fürsprache eingelegt wird. Und er - gepriesen sei Er - ist mit nichts außer mit dem Tauhid zufrieden - wie bereits zuvor erwähnt. Darauf aufbauend: Die Muschrikun haben keinen Anteil an der Fürsprache, und Allah hat dies in Seiner Aussage bereits deutlich gemacht:
﴿فَمَا تَنفَعُهُمۡ شَفَٰعَةُ ٱلشَّٰفِعِينَ 48﴾
„So nützt ihnen die Fürsprache der Fürsprecher nicht.“ [Al-Muddathir:48] Und der Erhabene sagte:
﴿...مَا لِلظَّٰلِمِينَ مِنۡ حَمِيمٖ وَلَا شَفِيعٖ يُطَاعُ﴾
„[...], an dem die Ungerechten weder einen warmherzigen Freund noch einen Fürsprecher haben, dem man gehorchen würde.“ [Ghafir:18]
Es ist allgemein bekannt, dass mit dem Begriff „Ungerechtigkeit“ („Thulm“), wenn er allgemein erwähnt wird, der Schirk gegenüber Allah gemeint ist, so wie der Erhabene sagte:
﴿...وَٱلۡكَٰفِرُونَ هُمُ ٱلظَّٰلِمُونَ﴾
„[...] Und die Ungläubigen sind die Ungerechten.“ [Al-Baqarah:254] Und der Erhabene sagte:
﴿...إِنَّ ٱلشِّرۡكَ لَظُلۡمٌ عَظِيمٞ﴾
„[...] Wahrlich, Götzendienst ist ja ein gewaltiges Unrecht.“ [Luqman:13]
Bezüglich dessen, was du in deiner Frage erwähnt hast: Manche Sufis sagen in Moscheen oder anderen Orten: „O Allah, segne den, den Du zum Grund dafür gemacht hast, dass sich Deine geheime Allmacht geöffnet hat, und dass sich Deine gnadenvollen Lichter entfaltet haben, sodass er Dein Stellvertreter in der Gegenwart des Herrn und Nachfolger Deiner geheimen Wesenheiten wurde […]“ usw.
Die Antwort darauf: Man sagt: Wahrlich, diese Aussage und ihresgleichen gehören zu den Formen von Übertreibung und unnötiger Spitzfindigkeit, vor denen unser Prophet Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - gewarnt hat, gemäß dem, was Muslim im „Sahih-Werk“ über 'Abdullah Ibn Mas'ud - möge Allah mit ihm zufrieden sein - überlieferte, dass der Gesandte Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte:
«هَلَكَ المُتَنَطِّعُونَ» قَالَهَا ثَلَاثًا.
„Diejenigen, die übertreiben/spitzfindig sind (und verkomplizieren), gehen zu Grunde!“ Er sagte es dreimal.
Imam Al-Khattabi - möge Allah ihm barmherzig sein - sagte: „Derjenige, der unnötig spitzfindig ist („Al-Mutanatti'“), ist jener, der sich in eine Sache übermäßig vertieft, der sich bei der Erforschung davon künstlich bemüht; gemäß den Methoden der Leute der Kalam-Lehre, die sich mit dem befassen, was sie nichts angeht, und sich in Dinge vertiefen, die ihr Verstand nicht zu erreichen vermag.“
Und Abu As-Sa'adat Ibn Al-Athir sagte: „Sie sind diejenigen, die sich übermäßig vertiefen und im Reden übertreiben, die mit dem äußersten Teil ihrer Kehlen sprechen. Dies ist abgeleitet von „An-Nat'“, womit der obere Hohlraum des Mundes gemeint ist. Danach wurde der Begriff für jeden verwendet, der sich im Wort und in der Tat übermäßig vertieft.“
Aufgrund der Ausführungen dieser beiden großen Sprachgelehrten wird für dich - und für jeden mit auch nur geringer Einsicht - klar, dass diese spezielle Art, Segens- und Friedenswünsche über unseren Propheten und Führer, den Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm -, auszusprechen, zu den verbotenen Formen von Übertreibung und Spitzfindigkeit gehört. Was dem Muslim in diesem Bereich vorgeschrieben ist, besteht darin, sich an die vom Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - authentisch überlieferte Form des Segens- und Friedensgrußes über ihn zu halten. Darin liegt ausreichende Genüge, sodass man keiner anderen Form bedarf.
Zu den Belegen dafür gehört der authentische Hadith, den Al-Bukhari und Muslim in ihren beiden „Sahih-Werken“ über Ka'b Ibn 'Ujrah - möge Allah mit ihm zufrieden sein - überlieferten, dass die Prophetengefährten - möge Allah mit ihnen zufrieden sein - sagten: „O Gesandter Allahs, Allah hat uns befohlen, den Segensgruß über dich zu sprechen. Wie sollen wir dies tun?“
Darauf antwortete er:
«قُولُوا: اللَّهُمَّ صَلِّ عَلَى مُحَمَّدٍ وَعَلَى آلِ مُحَمَّدٍ كَمَا صَلَّيْتَ عَلَى إِبرَاهِيمَ وَعَلَى آلِ إِبرَاهِيمَ، إِنَّكَ حَمِيدٌ مَجِيدٌ، وَبَارِكْ عَلَى مُحَمَّدٍ وَعَلَى آلِ مُحَمَّدٍ كَمَا بَارَكْتَ عَلَى إِبرَاهِيمَ وَعَلَى آلِ إِبرَاهِيمَ إِنَّكَ حَمِيدٌ مَجِيدٌ».
„Sagt: Allahumma salli 'ala Muhammad, wa 'ala ali Muhammad, kama sallayta 'ala Ibrahim wa 'ala ali Ibrahim, innaka Hamidun Majid. Wa barik 'ala Muhammad, wa 'ala ali Muhammad, kama barakta 'ala Ibrahim wa 'ala ali Ibrahim, innaka Hamidun Majid.“ („O Allah, sende Segen auf Muhammad und auf die Familie Muhammads, so wie Du Segen auf Ibrahim und auf die Familie Ibrahims gesandt hast. Wahrlich, Du bist der Preiswürdige, der Mächtige. Und segne Muhammad und die Familie Muhammads, so wie Du Ibrahim und die Familie Ibrahims gesegnet hast. Wahrlich, Du bist der Preiswürdige, der Mächtige.“)
Und in den beiden „Sahih-Werken“ wird über Abu Humayd As-Sa'idi - möge Allah mit ihm zufrieden sein - überliefert, dass sie sagten: „O Gesandter Allahs! Wie sollen wir Segensgrüße über dich sprechen?“ Er sagte:
«قُولُوا: اللَّهُمَّ صَلِّ عَلَى مُحَمَّدٍ وَعَلَى أَزْوَاجِهِ وَذُرِّيَّتِهِ كَمَا صَلَّيْتَ عَلَى آلِ إِبرَاهِيمَ، وَبَارِكْ عَلَى مُحَمَّدٍ وَعَلَى أَزْوَاجِهِ وَذُرِّيَّتِهِ كَمَا بَارَكْتَ عَلَى آلِ إِبرَاهِيمَ، إِنَّكَ حَمِيدٌ مَجِيدٌ».
„Sagt: Allahumma salli 'ala Muhammad, wa 'ala Azwajihi wa Dhurriyyatihi, kama sallayta 'ala ali Ibrahim. Wa barik 'ala Muhammad, wa 'ala Azwajihi wa Dhurriyyatihi, kama barakta 'ala ali Ibrahim, innaka Hamidun Majid.“ („O Allah, sende Segen auf Muhammad und auf seine Frauen und Nachkommenschaft, so wie Du Segen auf die Familie Ibrahims gesandt hast. Und segne Muhammad und seine Frauen und Nachkommenschaft, so wie Du die Familie Ibrahims gesegnet hast. Wahrlich, Du bist der Preiswürdige, der Mächtige.“)
Und in „Sahih Muslim“ wird über Abu Mas'ud Al-Ansari - möge Allah mit ihm zufrieden sein - überliefert, dass er sagte: „Bischr Ibn Sa'd fragte: ‚O Gesandter Allahs, Allah hat uns befohlen, Segensgrüße über dich zu sprechen; wie sollen wir denn Segensgrüße über dich sprechen?‘ Da schwieg er einen Moment und sagte hierauf:
«قُولُوا: اللَّهُمَّ صَلِّ عَلَى مُحَمَّدٍ وَعَلَى آلِ مُحَمَّدٍ؛ كَمَا صَلَّيْتَ عَلَى آلِ إِبرَاهِيمَ، وَبَارِكْ عَلَى مُحَمَّدٍ وَعَلَى آلِ مُحَمَّدٍ؛ كَمَا بَارَكْتَ عَلَى آلِ إِبرَاهِيمَ فِي العَالَمِينَ، إِنَّكَ حَمِيدٌ مَجِيدٌ، وَالسَّلَامُ كَمَا عَلِمتُم».
„Sagt: Allahumma salli 'ala Muhammad, wa 'ala ali Muhammad, kama sallayta 'ala ali Ibrahim. Wa barik 'ala Muhammad, wa 'ala ali Muhammad, kama barakta 'ala ali Ibrahim fil-'Alamin, innaka Hamidun Majid. Was-Salam kama 'Alimtum.“ („O Allah, sende Segen auf Muhammad und auf die Familie Muhammads, so wie Du Segen auf die Familie Ibrahims gesandt hast. Und segne Muhammad und die Familie Muhammads, so wie Du die Familie Ibrahims gesegnet hast in den Welten. Wahrlich, Du bist der Preiswürdige, der Mächtige. Und der Salam ist so, wie ihr das bereits wisst.“)
Demnach sind diese Worte und ihresgleichen - die über den Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - überliefert wurden - die Worte, die der Muslim in seinem Segens- und Friedensgruß auf den Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - verwenden soll, denn der Gesandte - Allahs Segen und Frieden auf ihm - ist am wissendsten über das, was in Bezug auf ihn angebracht ist, ebenso ist er am wissendsten, welche Worte in Bezug auf seinen Herrn verwendet werden sollen.
Was die gekünstelten und neu erfundenen Wortlaute betrifft, sowie Wortlaute, die eine mögliche falsche Bedeutung haben - wie die Worte, die in der Frage erwähnt wurden -, so sollen sie nicht verwendet werden; wegen ihrer (künstlichen) Übertreibung und weil sie mit falschen Bedeutungen verstanden werden könnten. Außerdem widersprechen sie den Worten, die der Gesandte Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - selbst gewählt und seiner Gemeinschaft gelehrt hat. Er ist der wissendste aller Geschöpfe, der aufrichtigste und der fernste von (künstlicher) Übertreibung. Über ihn seien die besten Segenswünsche und Frieden von seinem Herrn.
Ich hoffe, dass die hier dargelegten Beweise hinreichend und überzeugend für jeden Suchenden der Wahrheit sind, um die Realität des Tauhids, die Realität des Schirks, den Unterschied zwischen den frühen und den späteren Muschrikun in dieser Angelegenheit sowie die richtige Art des Segens- und Friedensgrußes auf den Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - klar zu verstehen. Was aber denjenigen betrifft, der kein Verlangen hat, die Wahrheit zu erkennen, so folgt er seiner eigenen Neigung. Allah - erhaben ist Seine Majestät - sagte:
﴿فَإِن لَّمۡ يَسۡتَجِيبُواْ لَكَ فَٱعۡلَمۡ أَنَّمَا يَتَّبِعُونَ أَهۡوَآءَهُمۡۚ وَمَنۡ أَضَلُّ مِمَّنِ ٱتَّبَعَ هَوَىٰهُ بِغَيۡرِ هُدٗى مِّنَ ٱللَّهِۚ إِنَّ ٱللَّهَ لَا يَهۡدِي ٱلۡقَوۡمَ ٱلظَّٰلِمِينَ50﴾
„Wenn sie nun nicht auf dich hören, so wisse, dass sie nur ihren Neigungen folgen. Und wer ist weiter abgeirrt als jemand, der seiner Neigung folgt ohne Rechtleitung von Allah. Wahrlich, Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.“ [Al-Qasas:50]
Er - gepriesen sei Er - machte in diesem edlen Vers deutlich, dass die Menschen in Bezug auf die Rechtleitung und die wahre Religion, mit denen Allah Seinen Propheten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - entsandte, in zwei Gruppen eingeteilt werden:
Die eine Gruppe sind diejenigen, die Allah und Seinem Gesandten Folge leisten (und gehorsam sind).
Die zweite Gruppe sind diejenigen, die ihren eigenen Begierden folgen. Er - gepriesen sei Er - wies darauf hin, dass niemand irregeleiteter ist als derjenige, der seinen Begierden ohne der Rechtleitung Allahs folgt.
So bitten wir Allah - erhaben ist Seine Majestät - um Unversehrtheit vor der Befolgung der Begierden, und dass Er uns, euch und alle unsere Brüder zu denjenigen macht, die Allah und Seinem Gesandten - Allahs Segen und Frieden auf ihm gehorchen, Sein Gesetz ehren und sich vor allem hüten, was Seinem Gesetz widerspricht, seien es Neuerungen oder Begierden. Wahrlich, Er ist der Freigebige, der Großzügige.
Und Allahs Segen sei auf Seinem Diener und Gesandten, unserem Propheten Muhammad, sowie auf seiner Familie, seinen Gefährten und jenen, die ihm auf beste Weise folgen, bis zum Tag des Gerichts.
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de397v4.0 - 17/08/2026